Deutsche Hersteller setzen verstärkt auf Produktion in den USA
Während die US-Autoindustrie in den vergangenen Jahrzehnten ihren Niedergang erlebt hat, zog es ausländische Hersteller massenhaft ins Land. BMW, Mercedes und bald auch Volkswagen haben hier eigene Werke
Spartanburg (South Carolina/USA), 13. Oktober 2010 – Während die US-Autoindustrie in den vergangenen Jahrzehnten ihren Niedergang erlebt hat, zog es ausländische Hersteller massenhaft ins Land. Die Japaner haben vorgemacht, wie sich in den Vereinigten Staaten gut und günstig Autos bauen lassen, die Deutschen haben nachgezogen. BMW, Mercedes und bald auch Volkswagen haben hier eigene Werke.
Neuer BMW X3 nur noch aus den USA
Europa hat als Produktionsstandort für BMW-Geländewagen weitgehend ausgedient. Die meisten der Fahrzeuge rollen ab sofort in den USA vom Band und werden von dort aus in alle Welt exportiert. Mit der Eröffnung der neuen X3-Fertigung kommt nun auch die mittelere SUV-Baureihe von BMW aus dem Werk Spartanburg in South Carolina. Dort werden bereits die größeren Modelle X5 und X6 hergestellt. Einzig der kleine X1 wird noch in Deutschland im Werk Leipzig gefertigt. „Die USA bleiben in absehbarer Zukunft der weltweit größte Premiummarkt“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer am 13. Oktober zum Ausbau von Spartanburg. Für BMW ist der Markt besonders wichtig – nirgendwo anders auf der Welt verkaufen die Bayern mehr Autos. Besonders Geländewagen sind beliebt: Das Land ist groß und die Spritpreise sind noch immer vergleichsweise niedrig.
Deutsche Hersteller setzen verstärkt auf Produktion in den USA (2 Bilder)

Die neue Generation des BMW X3 kommt nicht mehr aus Ă–sterreich, sondern ausschlieĂźlich aus den USA.
Künftig 80.000 Fahrzeuge mehr im Jahr möglich
BMW hat sich den Neubau der Montagehalle für die neue X3-Generation sowie eine Erweiterung von Karosseriebau und Lackiererei insgesamt 750 Millionen Dollar (540 Millionen Euro) kosten lassen. Zwei Jahre lang wurde in Spartanburg gebaut, wo BMW seit 1994 sein erstes und einziges Werk im Land unterhält. Durch den Ausbau können ab 2011 jährlich bis zu 240.000 Autos die Hallen verlassen, bislang waren es maximal 160.000.