Chrysler zeigt den neuen 200

Auf den Sebring folgt der 200: Auf diesen Namen hört das neue Mittelklassemodell von Chrysler. Nach Europa könnte die Limousine mit einem anderen Markenlogo, nämlich dem von Lancia, kommen

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Von
  • rhi

Auburn Hills (USA), 14. Oktober 2010 – Zwar fuhr Chrysler zuletzt noch immer Verluste ein, konnte aber seinen Absatz in den USA deutlich steigern. Etwa 100.000 Fahrzeuge konnten die Amerikaner im eigenen Land im September verkaufen, ein Jahr zuvor waren es noch knapp über 62.000 Autos gewesen. Damit es mittelfristig auch wieder mit den angepeilten Gewinnen klappt, bringt Chrysler ein neues Modell für die Mittelklasse.

Die neue Limousine heißt schlicht 200. Damit wird deutlich gemacht, dass der Wagen unterhalb des großen 300C angesiedelt ist. Als Vorbild diente die im Jahr 2009 gezeigte Elektro-Studie 200C EV. In den USA soll der neue 200 in der hart umkämpften Klasse der "mid-size sedans" antreten, also mittelgroße Limousinen, in der bislang die Japaner die Nase vorne haben. Auch VW will ab 2011 ein Modell oberhalb des Jetta in den USA bauen. Das Design des 200 birgt keine Überraschungen: Charakteristisch ist der große Grill mit dem ausladenden Chrysler-Logo, der Rest ist eine muntere Mischung aus bekannten Stilelementen, die Rücklichten zum Beispiel erinnern gar an BMW. Immerhin hat das etwas beliebige Design den Vorteil, dass sich mit relativ wenig Aufwand auch ein Lancia-Modell ableiten ließe.

Chrysler zeigt den neuen 200 (16 Bilder)

Mit dem neuen 200 tritt Chrysler auf dem umkämpften US-Mittelklassemarkt an.

Zu den Abmessungen hält sich Chrysler noch bedeckt, stattdessen wird betont, dass man ein neues Niveau bei "Verarbeitung, Eleganz und Wertigkeit" erreichen will. Spezielles Dämmglas soll den Geräuschpegel innen reduzieren. Vom Innenraum gibt es noch kein Bild, der US-Konzern verspricht aber ein neues Cockpit mit "Soft-Touch"-Oberflächen.

Chrysler bietet zunächst zwei Benziner an: einen 2,4-Liter-Vierzylinder und ein Sechszylinder mit 3,6 Liter Hubraum. Beide Motoren werden mit einer Vier- oder Sechsstufen-Automatik kombiniert. In den Vereinigten Staaten rollt der 200 noch im Jahr 2010 zu den Händlern. In Europa könnte die Chrysler-Mutter Fiat den 200 unter dem Lancia-Label verkaufen, inklusive eigener Dieselmotoren. Seit der Einstellung des Lybra im Jahr 2005 ist die italienische Marke nicht mehr in der Mittelklasse vertreten. Ein mehrheitsfähiges Modell täte der Marke vielleicht gut – Im Juli zum Beispiel verkaufte Lancia in Deutschland ganze 101 Autos. (imp)