Red-Hat-kompatibles AlmaLinux 10.1 mit Paketupdates und Btrfs
Das mit Red Hat kompatible AlmaLinux ist in Version 10.1 erschienen. Es bringt Pakete auf den aktuellen Stand und unterstĂĽtzt Btrfs.
(Bild: heise medien)
Die Linux-Distribution AlmaLinux ist in Version 10.1 erschienen. Sie liefert weiterhin Kompatibilität zu Red-Hat-Enterprise-Linux (RHEL), unterstützt nun jedoch auch Btrfs und mehr Hardware. Natürlich sind die Softwarepakete auch auf aktuellem Stand.
In einem Blog-Beitrag kündigen die Maintainer AlmaLinux 10.1 mit Codenamen „Heliotrope Lion“ an. Die Neuerungen bleiben übersichtlich. Besonders heben die Entwickler die Unterstützung für das Dateisystem Btrfs hervor. AlmaLinux lässt sich sogar direkt in ein Btfrs-Dateisystem installieren. Installer und Speicherverwaltung können damit schon umgehen, weitere Unterstützung in den AlmaLinux-Anwendungen soll folgen.
Was AlmaLinux von Red Hat unterscheidet, sind unter anderem weitere hinzugefügte Treiber, insbesondere unterstützt die Linux-Distribution zig Netzwerkkarten mehr oder auch weitere RAID-Controller. Diese listet das Changelog von AlmaLinux detailliert auf. Während Red Hat als minimal unterstützte Prozessor-Architektur auf x86_64-v3 setzt, was die Befehlserweiterungen der Intel-Haswell-Architektur aus dem Jahr 2013 beschreibt, bietet AlmaLinux auch x86_64-v2-Builds an, also für Befehlssätze, die ab Intel-Nehalem- Prozessoren aus 2008 kamen. Drittanbieter-Pakete für RHEL 10 setzen jedoch auch auf v3-Befehlssätze, sodass damit nur solche Umgebungen noch unterstützt werden, die mit den ab Werk gelieferten Paketen auskommen.
Weitere Verbesserungen in AlmaLinux
Die AlmaLinux-Maintainer ergänzen zudem, dass sie die Unterstützung für Spice – etwa für Zugriffe auf virtuelle Desktops – auf Servern und Clients wieder aktiviert haben. Entwickler können zudem Frame Pointer für Profiling, Tracing und schließlich Optimierung von Workloads nutzen. Im IBM-Power-Virtualisierungsstack haben die Entwickler außerdem die KVM aktiviert, sie soll sich wie unter AlmaLinux 8 nutzen lassen.
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Ansonsten finden Interessierte aktuelle Paketversionen im Changelog. Weitere Änderungen fußen auf denen in RHEL 10.1, daher gelte das Changelog im Weiteren auch für AlmaLinux, erklären die Maintainer.
Mitte 2023 hatte AlmaLinux angekündigt, nach der Kontroverse um die Red-Hat-Enterprise-Linux-Quelltexte die Distribution nicht mehr identisch nachzubauen. Die Kompatibilität bleibt jedoch erhalten.
Siehe auch:
- AlmaLinux OS bei heise download
(dmk)