"Smart Community" in vier japanischen Städten
Energiesparprojekt soll mit intelligenten Stromnetzen bis zu 40 Prozent des CO2-AusstoĂźes reduzieren.
Mit einer konzertierten Aktion wollen die vier japanischen Städte Toyota City, Yokohama, Kitakyushu und Kansai Science City zeigen, dass sich durch den Einsatz moderner Techniken Klimagasemissionen in Ballungsräumen deutlich verringern lassen. Das Projekt, das ein Reduktionsziel von 40 Prozent des aktuellen CO2-Ausstoßes bis 2030 hat, soll außerdem erneuerbare Energien fördern, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.
Die Pläne gehen dabei deutlich weiter als bisherige "Smart Grid"-Projekte, bei denen nur das Elektrizitätsnetz besser gemanagt wird. Stattdessen soll im Rahmen des "Smart Community" genannten Vorhabens auch der für Heizung und Verkehr notwendige Energiebedarf überwacht und direkt gesteuert werden, wie Hironori Nakanishi, zuständiger Projektdirektor beim japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, erläutert.
"Smart Community" ist Teil einer Verpflichtung des japanischen Premierministers, bis 2020 rund 25 Prozent des CO2-Ausstoßes in dem Land zu reduzieren. 1 Milliarde Dollar über fünf Jahre lässt sich die Regierung das Vorhaben kosten. Beteiligt ist ein Konsortium aus Dutzenden von Firmen, darunter Toyota, Nissan, Nippon Steel und Panasonic. Neben neuartigen Solar-Anlagen und intelligenten Heizungen sollen auch Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen, die parallel als Energiespeicher dienen.
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(bsc)