Spielebranche: Fast jeder Dritte hat 2025 seinen Job verloren

Der Veranstalter der Spielemesse GDC hat neue Umfrageergebnisse veröffentlicht. Fast ein Drittel der Spieleentwickler hat demnach 2025 seinen Job verloren.

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Hände halten Playstation Controller

(Bild: Ksjundra07/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Fast jeder dritte Berufstätige in der Spielebranche hat 2025 seine Arbeitsstelle verloren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Spielemesse GDC, an der weltweit 2300 Menschen teilnahmen. Zu den Befragten gehören neben den Entwicklern auch Führungskräfte sowie Produzenten, Marketing-Mitarbeiter und Investoren.

Laut GDC haben weltweit 28 Prozent der Befragten im vergangenen Jahr ihren Job verloren, in den USA waren es sogar 33 Prozent. Die Veranstalter der Spielemesse räumen ein, dass die Studie nicht unbedingt weltweit repräsentativ ist. Sie zeigt aber doch den Druck, unter dem die Branche seit Jahren steht.

Besonders bei den Triple-A-Studios, also besonders großen Entwicklerfirmen, wurde der Umfrage zufolge gekürzt: Zwei Drittel der Befragten, die bei Triple-A-Studios arbeiten, bestätigte 2025 Stellenstreichungen in der eigenen Firma. Bei Personen, die in Indie-Studios arbeiten, berichtet nur ein Drittel von Entlassungen im Unternehmen.

Die GDC veröffentlicht derartige Umfrageergebnisse jährlich. Im Report aus dem vergangenen Jahr berichtete die GDC, dass jeder zehnte Mitarbeiter in der Spielebranche seinen Job verloren hatte. 41 Prozent der 3000 Befragten gaben damals an, Auswirkungen von Entlassungen direkt erfahren oder in anderen Teams beobachtet zu haben. Das galt bereits als besonders schwieriges Jahr – die Lage 2025 war aber erneut schlechter.

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In der Branche wächst nicht nur die Sorge um den Arbeitsplatz, sondern auch die Skepsis gegenüber generativer KI. Im Report aus dem vergangenen Jahr berichtete die GDC noch, dass 27 Prozent der Befragten am Einsatz generativer KI nicht interessiert seien.

In der Vorjahresumfrage hatten noch 30 Prozent der Befragten angegeben, dass generative KI einen negativen Einfluss auf die Spielebranche habe. Mittlerweile sieht das über die Hälfte der Befragten so. Lediglich 7 Prozent der Befragten glauben, dass generative KI eine positive Auswirkung auf die Branche hat.

Dabei wird generative KI schon oft eingesetzt: 36 Prozent der Befragten nutzen KI in ihrem Job. Dabei zeigt sich erneut, dass KI nicht unbedingt in der eigentlichen Spieleentwicklung eingesetzt wird, sondern oft im Publishing, in FĂĽhrungsteams und beim Marketing. Der Report ĂĽber die Spielebranche kann nach Registrierung auf der Webseite der GDC heruntergeladen werden. Die GDC gilt als wichtigste Messe fĂĽr Spieleentwickler. Sie findet in diesem Jahr vom 9. bis zum 13. Mai in San Francisco statt.

(dahe)