Forscher analysieren Wirtschaftlichkeit der Atomkraft
Die Wiederaufbereitung sei mittelfristig viel zu teuer, heißt es in einer Studie des Pacific Northwest National Laboratory.
So sehr die Nuklearenergie auch das Potenzial hat, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten - der aktuelle Kernbrennstoffkreislauf ist auf Dauer ökonomisch nicht haltbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Sarah Widder, die am Pacific Northwest National Laboratory in Washington an der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit von Energieträgern forscht.
Mit besonderem Blick auf den US-Markt stellt die Wissenschaftlerin fest, dass die aktuellen Vorhersagemodelle zu Kosten durch Wiederaufbereitung und Lagerung anzuzweifeln seien, berichtet Technology Review. "Aufgrund der Unsicherheiten beim Entsorgungsmanagement basieren sie allesamt auf Grundannahmen, die nicht auf echten Daten aufbauen."
So lohne sich die Wiederaufbearbeitung realistisch berechnet nur, wenn der Preis natürlichen Urans 160 Dollar pro Pfund übersteige. Bei der Endlagerung ergebe sich ebenfalls ein Wirtschaftlichkeitsproblem, das Widder am Beispiel der seit Jahren diskutierten Lagerstätte Yucca Mountain festmachte. Das bislang über eine Brennstoffabgabe eingeplante Geld reiche für Errichtung und Betrieb nicht aus.
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(bsc)