Buchbesprechung: "Automobilstandort Deutschland"

Im Buch "Auto­mobil­standort Deutsch­land" wirbt der VDA zum Anlass der 125-jährigen Geschichte des Automobils farbenfroh für die deutsche Auto­mobil­industrie

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Von
  • Gernot Goppelt
Inhaltsverzeichnis

Hannover, 30. November 2010 – Die Aufgabe des Verbandes der Automobilindustrie besteht darin, die "Interessen der gesamten deutschen Automobilindustrie auf nationaler und internationaler Ebene" zu vertreten. Wenn der VDA als Mitherausgeber des Buches "Automobilstandort Deutschland – eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft" auftritt, ist also keine Belletristik zu erwarten. Das Werk ist durchaus als Werbung zu verstehen – für eine Industrie, die in Deutschland nach wie vor eine herausragende volkswirtschaftliche Bedeutung hat.

Laut VDA bildet der Band den Auftakt für das 125-jährige Jubiläum des Automobils im kommenden Jahr. Die knapp über 200 Seiten sind eine Sammlung von Unternehmensportraits, Gastbeiträgen von Spitzen­managern und Texten einiger renommierter Journalisten. Weil sie in Deutsch und Englisch vorliegen, sind auch internationale Leser angesprochen, die sich einen breit gefächerten Einblick in die deutsche Automobilindustrie verschaffen wollen. Die Aufmachung erinnert an Reisebildbände und tatsächlich handelt es sich um eine Art Besuchstour durch die Branche, die unter anderem bei Auto­mobil­herstellern, Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern Stopps einlegt.

Buchbesprechung: "Automobilstandort Deutschland" (1 Bilder)

Automobilstandort Deutschland Eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft

Ausgabe: 1. Ausgabe Mitherausgeber: VDA Verband der Automobilindustrie Umfang: 215 Seiten Format: 23 x 29 cm zweisprachig deutsch/englisch Druck: vierfarbig, Ganzleineneinband mit farbigem Schutzumschlag ISBN: 978-3-88363-312-1 Ladenpreis: € 33,-

Apropos Reisebildband: Wenn ein Reisejournalist ein Buch über eine Großstadt schreibt, will er in der Regel ein anderes Bild vermitteln als das Fremdenverkehrsamt derselben Metropole. "Automobilstandort Deutschland" ähnelt verständlicherweise eher letzterem. Interessant ist der bunte Branchenüberblick allemal, sofern man sich nicht an dem sauber polierten Hochglanz stört, den die sorgsam nach außen getragene Innensicht mit sich bringt. Das können zum Beispiel jene vernachlässigen, die sich beruflich in die Automobilindustrie orientieren wollen und hier einen lebensnahen Einblick in die Unter­nehmens­darstellung vorfinden.