Telekom-Chef Obermann soll Konzern bis 2016 fĂĽhren
Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am Donnerstag eine Verlängerung der Amtszeit von René Obermann als Vorstandsvorsitzender um fünf Jahre beschlossen. Obermann sei der richtige Mann für die Zukunft des Unternehmens, begründete das Kontrollgremium seine Entscheidung.
Der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, soll den Konzern bis ins Jahr 2016 führen. Das hat der Telekom-Aufsichtsrat am Donnerstag beschlossen. Obermann habe in den vergangenen Jahren "erstklassige Arbeit geleistet" und sei "der richtige Mann für die Zukunft des Unternehmens, weil er Marktverständnis mit Zielstrebigkeit und dem Willen verknüpft, unterschiedliche Interessen auszubalancieren", erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Ulrich Lehner.
Obermanns aktueller Vertrag läuft am 31. Oktober 2011 aus, der neue Kontrakt soll bis Ende Oktober 2016 gelten. Derzeit bezieht der Telekom-Chef ein Festgehalt in Höhe von 1,25 Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommen weitere Leistungen, darunter eine variable Vergütung, die sich im vergangenen Jahr auf 1,37 Millionen Euro belief (2008: 1,76 Millionen Euro), sowie Pensionsaufwendungen, die jährlich rund eine halbe Million Euro ausmachen.
Für den neuen Vertrag würden modifizierte Vergütungsregelungen gelten, heißt es bei der Telekom. So sollen in den mittelfristigen Zielen künftig auch Parameter wie Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit Berücksichtigung finden. Damit werde sichergestellt, "dass die Vergütung sich über die finanztechnische Entwicklung hinaus noch stärker an nachhaltigen und an den Interessen wesentlicher Stakeholder ausgerichteten Größen orientiert".
Der 47-jährige Obermann war Ende der 1990er-Jahre zur Telekom gekommen. Im November 2006 löste er Kai-Uwe Ricke als Konzernchef ab und verordnete dem Unternehmen eine neue Strategie. So wurden unter seiner Leitung etwa Mobilfunk- und Festnetzgeschäft zusammengeführt. Anfang des Jahres kündigte Obermann an, den Konzern zu einem Anbieter von neuen Dienstleistungen rund um Internet, Telefonie und Unterhaltung ausbauen zu wollen. (pmz)