Weil es Spaß macht: eine B-Klasse mit V8-Motor

Die Stärke der Mercedes B-Klasse ist ihr geräumiger Innenraum, weniger ihre Sportlichkeit. Anders ist das bei dem außergewöhnlichen Einzelstück mit 388 PS, das nun in Rastatt entstand

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Rastatt, 4. Januar 2011 – Besonderen Spaß haben viele Autobauer, wenn sie zusammen schrauben dürfen, was nicht zusammen gehört. Vor zwei Jahren hatten wir einmal die Gelegenheit, einen umgebauten 190er mit modernster Dieseltechnik zu fahren, auch für uns ein Vergnügen. Diesmal haben Auszubildende im Daimler-Werk Rastatt einer kreuzbrave B-Klasse einen V8 eingepflanzt und einen Heckantrieb verpasst.

Das Auto mit der Bezeichnung B 55 entstand laut Mercedes auf Anregung des dortigen Werkleiters Peter Wesp. Er gab seiner Mannschaft den Auftrag, ein ungewöhnliches Fahrzeug auf Basis der B-Klasse zu bauen. Andreas Würz, verantwortlich für die technische Ausbildung der Azubis, nahm demnach einen Zollstock, vermaß die B-Klasse und kam zu einer erstaunlichen Schlussfolgerung: Es müsste ein V8 hineinpassen. Zusammen mit seinem Kollegen Matthias Rieger sammelte er zur Umsetzung ein Team aus zwölf Azubis aus dem zweiten und dritten Lehrjahr um sich, die ihre Ausbildung in den Bereichen Montage und Mechatronik machen.

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Von außen unauffällig: die Mercedes B-Klasse mit V8-Motor

Das Raumkonzept der B-Klasse sollte unverändert bleiben, das Interieur sollte der neuen Fahrzeugklasse angemessen aufgewertet werden und auch außen waren nur geringfügige Änderungen geplant. Schließlich sollte das Ergebnis alltagstauglich sein. Ausgegangen wurde von einem B 200 CDI, der ohnehin für Lernzwecke bestimmt war. Als neuen Motor wählte Würz einen 5,5-Liter-V8 mit 388 PS und 530 Nm. Der wurde zusammen mit einer Siebengang-Automatik in die B-Klasse implantiert.