US-Automarkt: Dezember war der erfolgreichste Monat 2010
Im Dezember rollten so viele Neuwagen vom Hof der US-Händler wie in keinem anderen Monat des Jahres 2010. Insgesamt verkauften die Konzerne in den USA mehr als 1,1 Millionen Autos
Hannover, 5. Januar 2010 – Die US-amerikanischen Autofahrer haben den Herstellern ein dickes Weihnachtsgeschenk gemacht: Im Dezember rollten so viele Neuwagen vom Hof der Händler wie in keinem anderen Monat des Jahres. Insgesamt verkauften die Konzerne in den USA mehr als 1,1 Millionen Autos, wie der Marktforscher Autodata am Dienstag ausrechnete. Das ist ein Zuwachs von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Sportliche Geländewagen gefragt
Besonders die Crossover-Modelle hätten viele neue Fans gefunden, sagte der US-Vertriebschef des Marktführers General Motors, Don Johnson. Unter Crossover versteht GM sportliche Geländewagen wie den Chevrolet Equinox oder den GMC Terrain. In Deutschland würden die Autos immer noch als Dickschiffe gelten, in den USA dagegen wirken sie im Vergleich mit wuchtigen Pick-up-Trucks oder gigantischen Straßenkreuzern schon fast zierlich.
US-Automarkt: Dezember war der erfolgreichste Monat 2010 (5 Bilder)

In den USA sind sportliche Geländewagen wie der neue BMW X3 gefragt.
Auch bei den deutschen Herstellern verkauften sich die Geländewagen blendend, allen voran der erst jüngst runderneuerte BMW X3. Insgesamt konnten die Bayern samt ihrer britischen Tochtermarke Mini um 17 Prozent auf 23.600 verkaufte Autos zulegen. Der kultige Kleinwagen feierte zum Jahresausklang ein unerwartetes Comeback, nachdem ihn die Käufer in der jüngsten Vergangenheit oft links liegen gelassen hatten.
Smart verkauft sich schlecht
Dem zweisitzigen Smart aus dem Hause Daimler war kein Comeback vergönnt. Er dümpelte auch im Dezember mit lediglich 570 verkauften Fahrzeugen in den USA vor sich hin. Insgesamt konnte Daimler gut 22.000 Wagen losschlagen. Außer Mercedes-Pkw bieten die Stuttgarter mittlerweile auch den Sprinter-Transporter unter eigenem Namen an. Das sorgte für einen Zuwachs von knapp 6 Prozent bei den Verkäufen.