Scharfe Abbildung

Wissenschaftler am Institut Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen haben ein Lichtmikroskop konstruiert, das eine Auflösung von bis zu 50 Nanometern besitzt.

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Wissenschaftler am Institut Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen haben ein Lichtmikroskop konstruiert, das eine Auflösung von bis zu 50 Nanometern besitzt. Biologen hoffen, mit diesem Instrument zu völlig neuen Erkenntnissen zu gelangen. Mit Hilfe der so genannten STED-Mikroskopie (Stimulated Emission Depletion) konnten die Forscher jetzt erstmals Proteine in einzelnen synaptischen Vesikeln abbilden und klären, wie die an der Synapse ausgeschütteten Proteine recycelt werden (STED microscopy reveals that synaptotagmin remains clustered after synaptic vesicle exocytosis, Nature Vol. 440, S. 935).

"Kaum jemand wollte glauben, dass man mit gewöhnlichen Lichtoptiken noch detailreichere Bilder bekommt", sagt Institutsdirektor Stefan Hell. Er und sein Team verwendeten eine Variation der Fluoreszenz-Mikroskopie: Dabei schicken die Biologen einen zumeist blauen Lichtstrahl auf Zellen und Proteine, die zuvor mit Markermolekülen versehen wurden. Das Licht regt die Markermoleküle an und sie beginnen farbig zu glimmen. Dazu kommt eine zweite Lichtquelle, die parallel zu dem anregenden ultravioletten Strahl einen Kranz rotes Licht hinterherschickt. Auf diese Weise beleuchtet, fallen die Moleküle an den äußeren Rändern wieder in ihren Normalzustand zurück – aber eben nur der äußere Ring des anregenden Spots. "Damit macht man den Strahl sehr viel feiner", sagt Hell.

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