Runde Sache: 50 Jahre HU-Plakette
1961 wurde die Plakettenpflicht eingeführt, um Kfz-Haltern und der Polizei den HU-Termin vor Augen zu führen. Inzwischen ist die Fahrzeugprüfung ein internationales Geschäft
- ssu
Hannover/Köln, 21. Januar 2011 – Das Jahr 1961 war ein denkwürdiges – im Januar wurde John F. Kennedy Präsident der Vereinigten Staaten, im Frühjahr folgte die "Kuba-Krise", und ab dem 13. August hielt wiederum der Bau der Berliner Mauer die Welt in Atem. Angesichts der historischen Tragweite dieser Ereignisse tritt ein anderes Jubiläum in den Hintergrund, das dennoch das Leben deutscher Autofahrer und ihrer Lieblinge seit genau einem halben Jahrhundert mitunter einschneidend prägt.
Mit einer Änderung der Straßenverkehrszulassungs-Ordnung (StVZO) zum 1. Januar 1961 wurde nämlich die Plakettenpflicht eingeführt: Das im Volksmund meist "TÜV-Plakette" genannte Siegel am hinteren Nummernschild erleichterte Ordnungshütern festzustellen, wann ein Fahrzeug zur Hauptuntersuchung (HU) muss – beziehungsweiese musste.
Runde Sache: 50 Jahre HU-Plakette (3 Bilder)

Käfer auf die Grube: So sah die Prüfstation des TÜV in Wuppertal in den 1950er-Jahren aus.
1974 wurde es bunt
War die erste Plakette 1961 nach Angaben des TÜV Rheinland noch weiß, etablierte sich seit 1974 das bis heute gültige, jährlich wechselnde Farbschema aus Orange, Blau, Gelb, Braun, Rosa und Grün. Wichtigster Grund für die Einführung der Plakette war die Verkehrssicherheit auf den Straßen. In der Bundesrepublik des Wirtschaftswunders wuchs der Fahrzeugbestand rapide – und mit ihr die Zahl der Verkehrsopfer. Zum einen fehlte es auch den einwandfrei gewarteten Autos an heute selbstverständlich gewordenen Sicherheitsausstattungen wie Knautschzone oder Sicherheitsgurt, zum anderen wuchs laut TÜV auch die Quote technischer Mängel.