Lamborghini testet den Aventador
Flach, breit, schnell: Lamborghini schmiedet ein ganz heißes Eisen. Das neue Topmodell der Italiener bekommt hochkarätige Technik inklusive eines V12 in einer aufregenden Verpackung
- rhi
Haar, 1. Februar 2011 – Der sieht nicht so aus, als ob man ernsthaft seine Formen verbergen will. Die typische Erlkönig-Kluft spannt sich wie eine zweite Haut über den Murciélago-Nachfolger. Das Fahrzeug wird wahrscheinlich unter dem Namen Aventador auf dem Genfer Salon im März 2011 präsentiert.
Einige Details schon bekannt
Flach und breit duckt sich der neue Super-Lambo auf den Asphalt. Das kantige Design orientiert sich am Reventón, der auf der IAA 2007 vorgestellt wurde. Auffällig sind beim Erlkönig die Lamellen um Heckfenster und die großen Lufteinlässe. Dahinter verbirgt sich Technik, deren Details Lamborghini teilweise schon enthüllt hat. Den Antrieb übernimmt ein Zwölfzylinder mit 6,5 Liter Hubraum und 700 PS, dessen maximales Drehmoment 690 Nm beträgt. Hinzu kommt ein automatisiertes Schaltgetriebe namens ISR. Das Gewicht des Motors beträgt 235 Kilogramm. Vorne sind bei dem Sportwagen 19-Zöller mit Reifen im Format 255/35 montiert, hinten gibt es 335er-Walzen auf 20 Zoll großen Rädern.
Lamborghini testet den Aventador (10 Bilder)

Lamborghini erprobt den Murciélago-Nachfolger.
Neuartige Aufhängung
Recht aufwendig ist das Fahrwerk des V12-Sportlers. Die Federung und Dämpfung nach dem Pushrod-Prinzip sind laut Lamborghini von der Formel 1 inspiriert. Die Feder-/Dämpferelemente sind nicht am Radträger, sondern innenliegend an der Karosseriestruktur befestigt und waagrecht positioniert. Druckstangen (Pushrods) und Umlenkhebel übertragen die Kräfte. An der Vorderachse lässt sich die Frontpartie durch ein hydraulisches System per Knopfdruck um 40 Millimeter anheben. Weitere Highlights sind Querlenker-Radaufhängungen aus Aluminium oder die Kohlefaser-Keramik-Bremsanlage. Die Charakteristik der hydraulischen Lenkung lässt sich in drei Stufen einstellen. (imp)