US-Handelsaufsicht untersucht In-App-Käufe
Nach Anfrage eines Kongressmitglieds will die US-Handelsaufsicht die Praktiken rund um In-App-Käufe in auf Kinder abzielenden Apps näher beleuchten.
Die US-Handelsaufsicht (FTC) beabsichtigt, In-App-Kaufangebote einer Prüfung zu unterziehen. Ein Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses hatte sich zuvor an die Behörde gewandt und gefordert, die "Branchentätigkeiten in diesem Bereich zu beleuchten".
"Wir teilen die Besorgnis, dass Konsumenten, insbesondere Kinder, die Auswirkungen dieser Art von Käufen wahrscheinlich nicht begreifen", schreibt die FTC in der von der Washington Post veröffentlichten Antwort an den Kongressabgeordneten. "Wir werden uns mit den aktuellen Branchenpraktiken in Hinblick auf die Vermarktung und Auslieferung derartiger Anwendungen genau befassen", betont die Handelsaufsicht.
In jüngster Zeit häuften sich Berichte über Kinder, die mehrstellige iTunes-Rechnungen über In-App-Käufe produzierten. Mehrere speziell auf sehr junge Nutzer ausgerichtete Apps, die zu den umsatzstärksten Anwendungen im App Store zählen, lassen sich kostenlos herunterladen und verlangen dann für virtuelle Verbrauchsgüter teils zweistellige Eurobeträge. Einem bislang unbestätigten Bericht zufolge, erwägt Apple die Passwort-Vorhaltezeit des iOS-App-Store deutlich zu verkürzen – dieser gestattet nach einmaliger Passworteingabe beliebige Käufe und Downloads für jeweils 15 Minuten. (lbe)