Rote Zahlen in den Jahresbilanzen von NEC Electronics und Elpida

Während Japans größter Speicher-Chip-Hersteller Elpida Memory zumindest einen deutlichen Umsatzzuwachs verbuchen konnte, weist NEC Electronics neben einem hohen Nettoverlust auch deutlich niedrigere Einnahmen aus.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Mit NEC Electronics und Elpida Memory haben am heutigen Dienstag zwei der größten Halbleiterhersteller Japans verhagelte Bilanzen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005/06 (Ende: 31. März) vorgelegt. Insbesondere NEC Electronics, das zu 70 Prozent dem Elektronikkonzern NEC gehört, rutschte tief in die roten Zahlen. Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von umgerechnet 687 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte der weltweit achtgrößte Chip-Hersteller noch einen Gewinn von 112 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz sank binnen Jahresfrist um 9 Prozent auf 4,53 Milliarden Euro. Unternehmensangaben zufolge wirkten sich niedrigere Chip-Nachfragen im Handy-, Workstation- und Server-Markt sowie gefallene Preise negativ auf den Geschäftsverlauf aus.

Japans größter Speicher-Chip-Hersteller Elpida Memory konnte zwar eine Umsatzsteigerung um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,7 Milliarden Euro vermelden, die Gewinnzone wurde aber verpasst. Einem positiven Ertrag aus dem Vorjahr in Höhe von 58 Millionen Euro steht im Geschäftsjahr 2005/06 ein Verlust von 29 Millionen Euro gegenüber. Dem Konzern, der mittelfristig die Position als drittgrößter Produzent von DRAM-Chips weltweit anstrebt, machte vor allem der Preisverfall im DRAM-Markt zu schaffen. Deutlich zulegen konnte das Unternehmen im Unterhaltungelektronik- und Handy-Geschäft (plus 75 Prozent Umsatz), rückläufig war das PC- (minus 11 Prozent) und das Server-Geschäft (minus 13 Prozent). (pmz)