Morgan lässt den Three Wheeler auferstehen

Der englische Hersteller Morgan bekräftigt: Sein kultiges Dreirad aus der Vorkriegszeit bekommt einen Nachfolger. An der Form hat sich wenig geändert, der Einstiegspreis liegt bei 35.000 Euro

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Von
  • rhi
  • Sven-Olaf Suhl
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Malvern Link (England), 25. Februar 2011 – Ein "Auto" mit lediglich drei Rädern? Dass sich solche unorthodoxen Konstruktionen im vergangenen Jahrhundert einiger Popularität erfreuten, geht auch auf das damalige Steuerrecht im Vereinigten Königreich zurück: Durch das fehlende vierte Rad konnten die "Three Wheeler" als Motorrad versteuert werden. Nun bekräftigt Hersteller Morgan, der als traditionsbewusster Exot unter den Autobauern längst selbst Kultstatus genießt: Sein von 1909 bis 1953 gebautes Dreirad bekommt demnächst einen Nachfolger.

Ein fester Rohrrahmen und zwei Überrollbügel sollen die Insassen des offenen Zweisitzers schützen. Die Optik des Fahrzeugs orientiert sich eng am historischen Vorbild, oder wie Morgan selbst sagt: Warum das Design ändern, wenn der alte Three Wheeler bis heute Langstrecken-Geschwindigkeitsrekorde in der Ein-Liter-Klasse hält? Die Aluminiumkarosserie soll laut Hersteller so weit wie möglich an ein Flugzeug erinnern, aber den Insassen mehr Platz als beim historischen Dreirad bieten. Das lederbezogene Cockpit ist mit Flugzeuginstrumenten versehen.

Morgan lässt den Three Wheeler auferstehen (13 Bilder)

Scharfes Gerät: Morgan legt den Three-Wheeler neu auf

Der neue wird Three-Wheeler mit einem Zweizylinder in V-Form von der US-Firma S & S angetrieben. Die Maschine leistet 115 PS. Die Kraftübertragung aufs einzelne Hinterrad übernehmen ein Fünfganggetriebe von Mazda, ein Differential vom britischen Spezialisten Quaife Engineering sowie ein Zahnriemen. In Sachen Sicherheit und Emissionen ist das Fahrzeug Morgan zufolge von US-amerikanischen und europäischen Zulassungsbehörden abgenommen worden.