Intel: Wir verkaufen die meisten x86-64-Serverprozessoren

Intel hat nach eigenen Angaben in den vergangenen sechs Monaten dreimal mehr Xeon-Prozessoren mit EM64T-Erweiterung verkauft als AMD ingesamt an Opterons absetzen konnte.

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Anlässlich der gestrigen Analysten-Konferenz verkündete Intel, in den vergangenen sechs Monaten dreimal mehr Xeon-Prozessoren mit EM64T-Erweiterung verkauft zu haben als AMD bisher ingesamt an Opterons absetzen konnte. Intel, sonst mit konkreten Verkaufszahlen sehr zurückhaltend, will über 1 Million der im Juni vorgestellten (FSB800-)Xeons mit 90-Nanometer-"Nocona"-Kern verkauft haben, die allesamt mit der AMD64-softwarekompatiblen EM64T-Befehlssatzerweiterung ausgestattet sind.

Der zickige Verweis des Branchenführers auf seine Vormachtstellung bei den Serverprozessoren wirft ein Schlaglicht auf das seltsame Verhältnis zwischen AMD und Intel. Und er zeigt, wie Intels Marketing-Maschine die ursprünglich als derzeit unnötig eingestufte 64-Bit-Erweiterung der 32-Bit-x86-Prozessoren allmählich als Produktvorteil anzupreisen beginnt.

Weder AMD noch Intel veröffentlichen konkrete Verkaufszahlen ihrer Serverprozessoren, sondern geben jeweils nur grobe Hinweise. Im letzten Jahr plante Intel den Verkauf von etwa 10 Millionen Xeons. Für das zweite Quartal dieses Jahres ermittelte Gartner einen Absatz von etwa 60.000 Opteron-Servern (mit einem oder mehreren Prozessoren), von denen Sun damals angeblich 5254 Geräte verkaufte. Kürzlich gab Sun offiziell bekannt, im Verlauf der einjährigen Partnerschaft mit AMD 550 Kunden aus 47 Ländern mit Opteron-Systemen beliefert zu haben. (ciw)