Selbsterforschung mit Sensoren

Die "Quantified Self"-Bewegung will mit Schlaftrackern und anderen Sensor-Systemen den eigenen Körper erkunden.

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In einer umgebauten Garage in Somerville im US-Bundesstaat Massachusetts traf sich kürzlich eine ungewöhnliche Gruppe: 30 Männer und Frauen, die der sogenannten "Quantified Self"-Bewegung angehören. Ihr Hobby: Die Lust am Experimentieren – und zwar am eigenen Körper. Ein Teil der Gruppe hatte den Monat März damit verbracht, ein Gerät namens Zeo auszuprobieren. Das ist ein Schlaftracker für Endanwender, mit dem sich über Sensoren beobachten lässt, wie der Träger die Nacht verbringt. Neben den so gewonnenen Schlafmustern beobachteten die Gruppenmitglieder einen Monat lang auch andere Faktoren, die Ruhephasen beeinflussen können.

Der Zeo-Schlaftracker kostet knapp 200 Dollar und nutzt einen einzelnen Sensor, der auf der Stirn getragen wird, um die elektrische Aktivität auf der Hautoberfläche zu messen. Spezielle Algorithmen sollen ermitteln, ob der Träger sich in einer tiefen, leichten oder REM-Phase seines Schlafes befindet und wie häufig er während der Nacht aufwacht.

Die Quantified-Self-Mitglieder setzen nicht nur Zeo ein, sondern eine ganze Reihe weiterer Sensoren, Tracker und Datenanalysewerkzeuge, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Dabei geht es stets darum, mehr über den eigenen Körper zu erfahren und diese Informationen mit anderen Interessierten zu teilen. Die Aussagekraft der Daten bleibt aufgrund der kleinen Probandengruppen zwar gering. Trotzdem versuchen die Hobby-Experimentatoren, genau zu untersuchen, wie Umgebungsparameter ihre Lebensqualität beeinflussen – und zwar so streng wie möglich.

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(bsc)