Gateway schafft die Wende in die Gewinnzone
Mehr als drei Jahre brauchte der drittgrößte US-Computer-Hersteller, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben.
Der amerikanische Computer-Hersteller Gateway hat nach mehr als drei Jahren die Wende in die Gewinnzone geschafft. Wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte, erwirtschaftete der in den USA drittgrößte PC-Hersteller im zweiten Geschäftsquartal bei 873 Millionen US-Dollar Umsatz 5 Cent Gewinn pro Aktie. Im Vorjahresquartal hatte Gateway bei 838 Millionen Dollar Umsatz noch einen Verlust von 91 Cent pro Aktie verbucht. Der Nettogewinn betrug 17,2 Millionen Dollar gegenüber einem Verlust von 338,6 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
Unterdessen senkte Gateway die Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr. Der anhaltende Preiskampf und höhere Kosten für PC- Komponenten würden künftig den Gewinn belasten, sagte Gateway-Chef Wayne Inouye. Zudem will das Unternehmen künftig auf den Direktvertrieb verzichten, um nicht mit den Händlern in Konkurrenz zu treten. Gateway senkte seine Erwartungen für das laufende Jahr beim Gewinn pro Aktie vor Sonderposten von 17 bis 19 auf 13 bis 15 Cent. Gateway war der erste Computerhersteller, der ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft des Jahres 2000 rote Zahlen und weit niedrigere Verkäufe als erwartet melden musste und damit den Anfang einer langen Durststrecke für die PC-Hersteller markierte. Gateway selbst hat sich von dieser Krise lange nicht erholt und sich Mitte 2001 sogar ganz aus Europa zurückgezogen. (dpa) / (jk)