Dodge Ram Long-Hauler Concept Truck

Chrysler tourt mit einer über vier Tonnen schweren Pick-up-Studie namens Dodge Ram Long-Hauler Concept durch die USA. Wird der Monster-Truck einmal vollgetankt, sind über 900 Euro fällig

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Von
  • Martin Schou

Auburn Hills, 4. Mai 2011 – Es soll ja Menschen geben, für die der Verzicht auf fossile Kraftstoffe notwendigerweise über ihren großzügigen Verbrauch führt. Chrysler zum Beispiel beweist, dass man ein Auto durchaus zum Gegenwert von rund 900 Euro betanken kann und hat dafür sicherlich gute Gründe. Der Dodge Ram Long-Hauler Concept Truck ist eine Studie, die gängigen ökologischen Vorstellungen nicht recht entsprechen mag.

Alleine die Maße des Dodge Ram sprechen für sich. Mit einer Länge von rund 7,32 Meter, einem Radstand von über fünf Meter und einer Höhe von zwei Meter wird es auch auf den breiten Straßen der USA langsam eng. Die Basis des Monster-Pick-ups bildet der Ram 5500 Crew Cab. Der Tank fasst 644 Liter. Beim VW Amarok passen gerade mal 80 Liter Kraftstoff hinein. Bei einem Spritpreis von rund 1,40 Euro pro Liter Diesel in Deutschland werden bei einmal Volltanken über 900 Euro fällig. Billiger ist es in den USA. Bei einem umgerechneten Dieselpreis von 79 Cent pro Liter in Los Angeles kostet dort eine komplette Tankladung 509 Euro. Wie weit man damit kommt und wie durstig der Dodge Ram ist, gibt Chrysler nicht an, es beschleicht uns aber der Verdacht, dass er kein Kostverächter ist, schon gar nicht angesichts der folgenden Daten. Denn genauso überdimensioniert wie der Tank der Studie ist der 6,7-Liter-Turbodiesel, dessen maximales Drehmoment von 1083 Newtonmeter. Für dennoch brauchbare Haftreibung sorgen der Allradantrieb und das Fahrzeuggewicht von mehr als vier Tonnen.

Dodge Ram Long-Hauler Concept Truck (5 Bilder)

644 Liter Diesel fasst der Tank des Dodge Ram Long-Hauler Concept Truck.

Ob es Chrysler mit der Studie wirklich ernst meint, bleibt abzuwarten. Für die nächsten Monate tourt der Pick-up durch die USA und zeigt sich auf mehreren Veranstaltungen. Chrysler will laut eigener Aussage die Reaktionen der Pick-up-verwöhnten Amerikaner testen. Die Zielgruppe für den Monster-Truck sind solvente Farmer, Abschleppdienste, Rennteams und Bootsbesitzer. (imp)