Scheibenwischer; Marken- und No-Name-Produkte auf dem Prüfstand

Die GTÜ hat acht Scheiben­wischer zum Nach­rüsten getestet. Dabei schnitt nicht der teuerste am besten ab. Zugleich stellten die Prüfer bei Billig- und No-Name-Produkten gravierende Mängel fest

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  • ssu
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Stuttgart, 12. Mai 2011 – Auch wenn die Tage jetzt lang und sommerlich warm sind: Auf die Scheibenwischer muss sich ein Autofahrer jederzeit verlassen können: Mal schleifen die Gummiprofile nach tagelanger Trockenheit über verkrustete Insektenreste, mal müssen sie bei Wolkenbrüchen ihr Bestes geben. Die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) hat daher acht Wischermodelle zum Nachrüsten getestet.

Dabei wurden Produkte von Bosch, Car Point, Champion, Hella, Motgum, SWF, Valeo und VW einem Labor- und Praxistest unterzogen, der unter anderem eine Verschleißprüfung mit jeweils 60.000 Wischzyklen beinhaltete. Bei allen Testkandidaten handelt es sich um moderne Flachbalkenwischer, die nach Einschätzung der Prüforganisation vor allem bei hohem Tempo konventionellen Wischern mit Gelenkbügel überlegen sind. Um das wichtigste Testergebnis vorwegzunehmen: Vor allem Billigprodukte aus Supermärkten und Online-Shops enttäuschen und sind ihr Geld nicht wert.

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Wer neue Scheibenwischer kauft, sollte nicht zu billigen No-Name-Produkten greifen, rät die GTÜ.

Klarer Testsieger mit der höchsten Punktzahl ist der Aero-Wischer von Hella, gefolgt vom VW-Originalteil und dem Bosch Aero Twin. In den drei Bereichen Montage, Reinigungsleistung und Verschleiß überzeugten sie mit "sehr guten" Ergebnissen. Um die Wischleistung bei hoher Geschwindigkeit beurteilen zu können, führten die Prüfer Versuche im Windkanal durch. Vor allem bei hohem Fahrtempo sind diese "Premiumwischer" mit makelloser Reinigung – zugleich gehören sie zu den teuersten Modellen. Aber: Mit einem Preis von knapp 28 Euro ist das Wischer-Set von Hella nach Beobachtung der GTÜ deutlich billiger zu haben als die Produkte von Bosch (34,50 Euro) oder VW (32,90 Euro).