Smart bietet ab 2012 auch Pedelecs an

Smart will nicht nur Automobilhersteller sein, sondern entwickelt sich zu einem Anbieter vernetzter Individualmobilität. Ab 2012 ergänzen Pedelecs das Programm, später könnten elektrische Motorroller folgen

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Von
  • Gernot Goppelt
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Hannover, 31. Mai 2011 – Gegenüber der Financial Times sagte die Smart-Chefin Annette Winkler im Januar, dass die Marke zukünftig nicht nur für Autos stehen soll, sondern auch für Mobilitätskonzepte. Dazu passen die intensiven Aktivitäten im Car2Go-Modell und die Meldung der Branchenzeitschrift Automobilwoche, dass Smart ab 2012 ein Pedelec anbieten wird, also eine Art Fahrrad mit elektrischem Hilfsmotor.

Pedelecs haben sich erstaunlich schnell im Markt etabliert. Vielen Menschen machen sie wieder Lust aufs Fahrradfahren, weil man das Maß der Anstrengung mithilfe des Elektromotors selbst bestimmen kann. Das erleichtert Ausflüge in hügeligen Gegenden und ermöglicht manchen den täglichen Weg zur Arbeit, ohne ins Schwitzen zu kommen. Als Teil eines städtischen Mobilitätskonzepts sind Pedelecs schon jetzt real, weil sie erschwinglich sind, anders als Elektroautos. Es ist deswegen nachvollziehbar, dass Smart es nicht bei Autos belassen will, sondern auch auf E-Roller und Pedelecs setzt. Laut Automobilwoche ist die Entscheidung für die Produktion des Pedelecs gefallen, beim Roller lässt man sich dagegen noch etwas Zeit, die Entscheidung soll in den nächsten Monaten fallen.

Smart bietet ab 2012 auch Pedelecs an (4 Bilder)

Auf dem vergangenen Pariser Autosalon zeigte Smart seine Ideen auf zwei Rädern.

(Alle Bilder: Smart)

Das Pedelec, das im September 2010 auf dem Pariser Autosalon gezeigt wurde, wurde von der der Berliner "E-Bike-Schmiede" Grace konzipiert und gebaut. Dass Smart eine eigene Produktion aufbaut, erscheint wenig wahrscheinlich, weil Fahrräder heutzutage größtenteils aus Zulieferteilen zusammengestellt werden, das gilt auch für die elektrischen Antriebe von Pedelecs. In diesem Bereich lockt nicht genügend Wertschöpfung, der Imagegewinn durch das gesamte Mobilitätskonzept dürfte die größere Rolle spielen.