Bosch mit Rekordgewinn in der Sparte Kraftfahrzeugtechnik
Der Autozulieferer Bosch peilt in diesem Jahr in seiner Sparte Kraftfahrzeugtechnik einen Rekorderlös an. Der Umsatz werde 2011 voraussichtlich um gut zehn Prozent zulegen und erstmals die Schwelle von 30 Milliarden Euro übertreffen, sagte der Chef der Automobilsparte, Bernd Bohr, am Dienstag in Boxberg. 2010 waren es noch 28,1 Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl in der Autosparte werde im Jahresverlauf von 167.000 auf 177.000 steigen. Bis zum Jahresende soll die Gesamtzahl der Mitarbeiter um etwa 15.000 auf rund 300.000 weltweit steigen. Neue Arbeitsplätze entstehen bei Bosch derzeit in Asien.
Das meiste Geld verdient Bosch zwar noch mit Produkten für Diesel und Benziner, Elektromobilität wird für das Unternehmen aber immer wichtiger. „Bei allen Effizienzsprüngen, die wir aus dem Verbrennungsmotor noch herausholen – die Zukunft gehört dem Elektroantrieb“, sagte Bohr. Zulieferer wie Bosch sieht Bohr gut aufgestellt. „Denn unsere Domäne ist die Elektrik und Elektronik – und deren Wertschöpfungsanteil liegt in bisherigen Fahrzeugen bei 40 Prozent, in zukünftigen Elektroautos wird er 75 Prozent erreichen.“ Eine Erfolgsgarantie sei das aber nicht. „Denn der technologische Umbruch in der Automobilindustrie gibt auch Branchenfremden die Chance, Wertschöpfungsanteile zu gewinnen.“
Im laufenden Jahr will Bosch allein in der Kraftfahrzeugtechnik 3,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung stecken. Auch die Vorleistungen für die Elektromobilität sind für Bosch erheblich. Jährlich 400 Millionen Euro wendet das Unternehmen für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs auf. Bosch bietet die komplette Leistungspalette bis hin zum Elektroantrieb an. Die Stuttgarter arbeiten dabei mit Partnern zusammen. So werden beim Gemeinschaftsunternehmen SB Limotive, an dem Bosch und der koreanische Samsung-Konzern je die Hälfte halten, Batteriezellen gefertigt. Mit Daimler will Bosch künftig Elektromotoren entwickeln und produzieren. (dpa) (mfz)