Striezel Stuck: Abschied beim 24-Stunden-Rennen
Hans-Joachim Stuck ist einer der beliebtesten deutschen Rennfahrer. Nun tritt er ab, beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings – auch sein beiden Söhne fahren dabei mit
- Gregor Hebermehl
Köln, 21. Juni 2011 – Hans-Joachim Stuck hat in seinem Rennfahrer-Leben vieles gewonnen. Nun tritt er beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings ab – mit "Stuck hoch drei". Stuck probt nämlich zum Ende seiner Karriere einen bei 24-Stunden-Rennen seltenen Event: Er tritt zusammen mit seinen beiden Söhnen als Privatteam an.
Über 40 Jahre Erfolge
Die Nordschleife des Nürburgrings ist die Lieblingsstrecke des 60-jährigen Stuck – deshalb hat er auch seinen Zweitwohnsitz dort. 1970, da war Stuck gerade mal 19 Jahre alt, konnte er die erste Auflage des Langstrecken-Klassikers in der Eifel gewinnen – auf einem Koepchen-BMW 2002ti. Damit begann sein Aufstieg im professionellen Motorsport – der bis in die Formel 1 hoch ging. 1998 und 2004 konnte Stuck nochmal die 24-Stunden-Rennen mit BMW am Nürburgring gewinnen. Außerdem war er zweimal in Le Mans und einmal in Spa erfolgreich. Hinzu kommen der Sieg bei der Sportwagen-Meisterschaft und der Gewinn des Sportwagen-Supercups und 1990 das höchste Treppchen bei der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft, die inzwischen Deutsche Tourenwagen Masters heißt (DTM).
Striezel Stuck: Abschied beim 24-Stunden-Rennen (26 Bilder)

Stolzer Papa: Hans-Joachim Stuck geht mit seinen Söhnen Johannes (Mitte) und Ferdinand (rechts) beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings an den Start.
Mit Johannes und Ferdinand
Stucks Söhne Johannes und Ferdinand sind längst in seine Spurrillen gefahren und haben Erfahrungen bei Rundstreckenrennen gesammelt. Stuck erkennt in seinen Sprösslingen grundverschiedene Renn-Charaktere: So soll Johannes mit seiner fahrerischen Intelligenz punkten, während Ferdinand mit seinem Draufgängertum überzeuge. Das Renn-Blut liegt in der Familie: Bereits "Striezel" Stucks Vater Hans hatte als Rennfahrer den Spitznamen "Bergkönig". Hans-Joachim Stuck kann sich jedenfalls keinen schöneren Abschied als eine Fahrt mit seinen Söhnen vorstellen: "Das ist ein seit langem gehegter Wunsch, der jetzt endlich in Erfüllung geht und auf dessen Realisierung ich mich sehr freue. Das Rennen auf der Nordschleife mit seinen vielen unübersichtlichen Kurven, den tückischen Kuppen und einem steten Auf und Ab wie auf der Achterbahn ist einzigartig und eine riesige Herausforderung, bei der wir natürlich einen guten Job machen wollen."