Spritztour im Kia Sportage mit neuem Einstiegsdiesel

Käufer will Kia seit einiger Zeit nicht allein über den Preis, sondern auch über solide Verarbeitung und ansprechendes Design gewinnen. Wie gut gelingt das im kompakten SUV mit neuem 115-PS-Diesel?

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  • Matthias Nauman
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München, 24. Juni 2011 – Das Auge kauft bekanntlich mit: Kia will Kunden nicht nur durch eine günstige Preisgestaltung, sondern zugleich mit ansprechendem Design und solider Verarbeitung gewinnen. Das gelingt den Koreanern zum Beispiel mit der seit Sommer 2010 erhältlichen Ausgabe des Sportage recht gut. Ein neuer Basisdiesel soll das 4,44 Meter lange Kompakt-SUV in der Käufergunst weiter voranbringen.

Der im deutschen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim konzipierte Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung schöpft aus 1,7 Litern Hubraum 115 PS und 260 Nm maximales Drehmoment. Bei diesen Daten sind unsere Erwartungen vor der ersten Ausfahrt nicht allzu hoch. Umso überraschter sind wir, dass der nicht gerade geräuscharm agierende Vierzylinder in der Praxis für guten Durchzug sorgt und den dynamisch gezeichneten Fünftürer recht agil über den Asphalt bewegt. Der Sportage 1.7 CRDi wird ausschließlich mit Frontantrieb angeboten, das tadellos arbeitende Start-Stopp-System ISG gibt es für 300 Euro extra.

Spritztour im Kia Sportage mit neuem Einstiegsdiesel (26 Bilder)

Der Kia Sportage kam im Sommer 2010 auf den Markt.

Eine Schaltpunktanzeige soll den Fahrer beim Spritsparen unterstützen. Das Sechsgang-Getriebe selbst könnte sich jedoch etwas sanfter und exakter bedienen lassen. Nicht ganz überzeugend ist zudem das recht straffe, polternde Fahrwerk. Vor allem auf langen Strecken wäre hier durchaus mehr Komfort wünschenswert. Die Lenkung fühlt sich etwas indirekt an, hier wäre vor allem bei hohen Geschwindigkeiten mehr Präzision vonnöten.

Den Normverbrauch von gerade 5,2 Litern Diesel – das entspricht einem CO2-Ausstoß von 135 Gramm je Kilometer – konnten wir nicht erzielen. Werte zwischen sechseinhalb und sieben Liter sind jedoch machbar, wobei bei unserem Testwagen allein die optionalen 18-Zoll-Räder einen Mehrverbrauch von etwa 0,2 Liter verursacht haben.