Wettbewerb für private Mondmission angedacht

Mit vier Wettbewerben will die US-Raumfahrtagentur NASA kreative Köpfe bewegen, unkonventionelle Ansätze und neue Technologien für die Raumfahrt zu entwickeln.

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Mit mittlerweile insgesamt vier Wettbewerben will die US-Raumfahrtagentur NASA kreative Köpfe bewegen, unkonventionelle Ansätze und neue Technologien für die Raumfahrt zu entwickeln. In einem Interview mit Technology Review kündigte Brant Sponberg, der das Programm bei der NASA leitet, an, man arbeite daran, künftig noch höhere Preise und weit ehrgeizigere Wettbewerbe auszuloben. Denkbar sei etwa ein Wettbewerb, bei die Teilnehmer eine zehn Kilogramm schwere Last zum Mond befördern und dort weich landen müssten.

Wie der X-Preis für den ersten privat organisierten Flug in's All gezeigt habe, "helfen solche Preise, Erfinder zu erreichen, die sich sonst niemals für Fördergelder oder direkte Aufträge seitens der NASA beworben hätten", erklärte Sponberg. "Das sind Menschen, die sich ungern mit Bürokraten aufhalten, Bastler, Studenten oder gar irgendwelche Kids, die derzeit vielleicht nur an Internet-Anwendungen basteln."

Für einen der Wettbewerbe, bei dem das Ziel ist, Sauerstoff aus Mondgestein zu gewinnen, lobt die Agentur beispielsweise 250.000 US-Dollar Preisgeld aus. In einem weiteren Wettbewerb sucht die US-Raumfahrtagentur nach einem Seil, dessen Festigkeit im Vergleich zu seinem Gewicht den Wert bisheriger Materialien um mindestens 50 Prozent übertrifft.

Die Idee zu dieser Aufgabe basiert auf dem "Space Elevator", den Arthur Clarke in einer seiner frühen Science-Fiction-Geschichten beschrieben hat. Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat dieses Konzept zu einem eigenen Wettbewerb inspiriert -- bei dem allerdings keine Erfindungen sondern phantastische Literatur und Grafik prämiert werden. (wst)