Teile des Infineon Glasfaser-Geschäfts gehen nun doch an Finisar

Infineon verkauft sein Glasfaser-Transceiver-Geschäft an die US-Firma Finisar. Urspünglich hatte Finisar das gesamte Glasfaser-Geschäft kaufen wollen, die Transaktion war jedoch vor zwei Wochen gescheitert.

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Von
  • Thorsten Leemhuis

Infineon verkauft sein Glasfaser-Transceiver-Geschäft an die US-Firma Finisar. Urspünglich hatte Finisar die gesamte Glasfasersparte mit Aktien im Wert von 263 Millionen US-Dollar kaufen wollen. Auf Grund der geschäftlichen Entwicklung der Sparte sollte Infineon später nur noch Aktien im Wert von 141 Millionen US-Dollar erhalten. Vor zwei Wochen war die Transaktion dann auf Grund von Differenzen endgültig geplatzt.

Für das Glasfaser-Transceiver-Geschäft erhält Infinon Aktien im Wert von 50 Millionen US-Dollar und hält damit einen Anteil von 13 Prozent an Finisar. Da keine weiteren Genehmigungen durch Aktionäre oder Behörden erforderlich sind, soll die Transaktion bis spätestens zum Ende des Monats abgeschlossen werden. Infineon überträgt Finisar Lagerbestände, Betriebsmittel und geistiges Eigentum zu Design und Produktion von so genannten Glasfasertransceivern; zudem wird der deutsche Halbleiterhersteller noch für ein Jahr Produkte für Finisar fertigen. Infineon bleibt Eigentümer seiner übrigen Fiber-Optics-Aktivitäten.

Die Transaktion trägt laut Infineon-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Ziebart zur gegenwärtigen Konsolidierung des Glasfasermarktes bei. Sie bedeute den ersten wesentlichen Schritt in Richtung Restrukturierung der Glasfaseraktivitäten, um diese wieder profitabel zu machen. Im letzten Quartal hatte Infineon bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen können und auch für dieses Quartal gibt der Halbleiter-Hersteller eher einen trüben Quartals-Ausblick. (thl)