Wie gut sind Autopolituren?

Nicht nur sauber, sondern rein: Die Prüforga­nisation GTÜ hat zusammen mit dem Auto Club Europa (ACE) neun Autopo­lituren getestet und deutliche Unterschiede zu Tage gefördert

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Von
  • Matthias Nauman
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Stuttgart, 11. August 2011 – Auch ein in die Jahre gekommenes Laternenparker-Auto macht wieder einiges her, sobald es auf Hochglanz poliert wird. Aber mit welchem "Zaubermittel" funktioniert das am einfachsten und im Ergebnis am besten? Die Prüforganisation GTÜ hat zusammen mit dem Auto Club Europa (ACE) neun Produkte getestet und deutliche Unterschiede zu Tage gefördert.

Testsieger wurde mit knappem Vorsprung die Politur "A1 Speed Polish" von Dr. Wack vor "Xtreme Polish + Wax 3 Nano Pro" von Sonax. Die beiden Bestplatzierten sammelten entscheidende Pluspunkte beim Auspolieren, das bei beiden Produkten vergleichsweise mühelos zu erledigen war. Auf Rang drei landete "Premium Wachs Polish Nano Shine" von Aral. Die "RS 1000 Glanzpolitur" ist das mit Abstand preiswerteste Produkt und wurde von den Prüfern als Preis-/Leistungssieger ausgezeichnet. Während hier 100 Milliliter 1,10 Euro kosten, werden für "Clean Extreme Handpolish" von Cleancompany 8,41 Euro pro 100 Milliliter fällig.

Wie gut sind Autopolituren? (2 Bilder)

Welche Autopolitur ist am besten? Die GTÜ und der ACE haben es getestet - in echter Handarbeit.

(Bild: GTÜ)

Die Prüfer richteten ihr Augenmerk unter anderem darauf, wieviel Mühe die Anwendung der Produkte bereitet, wie gründlich die Polituren den Lack reinigen und ob sie tatsächlich für neuen Glanz sorgen. Als Testfahrzeug diente ein Mercedes 190 aus den 1980er-Jahren in nur wenig verwittertem Blau-Schwarz-Metallic mit zeitgemäßer Klarlacküberdeckung.

Getestet wurde so, wie die Polituren auch vom Endverbraucher angewendet werden – mit mehr oder weniger mühevoller Handarbeit. Die Verwendung von prinzipiell sehr wirkungsvollen Poliermaschinen sollte laut GTÜ dem Fachpersonal überlassen bleiben. Zu groß sei dabei die Gefahr, den Lack mehr zu beschädigen als ihm zu neuem Glanz zu verhelfen. Entsprechend hoch fielen die Abschläge bei der Verarbeitung von Hand aus: Die Polituren erreichten in den Wirkungsprüfungen kaum mehr als 50 Prozent der Maximalpunktzahl. Immerhin war der Politurerfolg aber auch dann sichtbar und ließ sich auch physikalisch nachweisen. Dazu verwendeten die Prüfer ein spezielles optisches Messgerät, das Glanzgrad und Glanzschleier auf Lacken bestimmen kann. Die Testergebnisse im einzelnen finden Sie in unserer Bildergalerie. (imp)