Bosch will mit Elektroautos noch vor 2020 Geld verdienen
Mit Zündkerzen und Einspritzanlagen für Verbrennungsmotoren wurde Bosch zur Weltmarke, doch setzt der Zulieferer zunehmend auf Elektromobilität und will damit noch vor 2020 Geld verdienen. Bis 2030 erwartet der Konzern eine führende Rolle der E-Autos
Mit Zündkerzen und Einspritzanlagen für Verbrennungsmotoren ist Bosch groß geworden, doch setzt der Welt größter Automobilzulieferer zunehmend auf Elektromobilität und will damit noch vor 2020 Geld verdienen. Am elektrischen Antrieb werde derzeit "sehr viel entwickelt und geforscht, aber noch relativ wenig Umsatz gemacht", sagte Bernd Bohr, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik der Robert Bosch GmbH der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.
(Bild:Â Bosch)
Bosch wird dem Manager zufolge in diesem Jahr mit Komponenten für Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotor voraussichtlich etwa 14 Milliarden Euro erlösen, im Bereich Elektromobilität nur rund 140 Millionen Euro – etwa ein Hundertstel des Umsatzes im angestammten Geschäft. Noch ist die E-Mobilitity ein Zuschussgeschäft für die Stuttgarter: "Wir investieren rund 400 Millionen Euro Jahr für Jahr in die Schlüsselkomponenten der Elektrifizierung", sagte Bohr. Dazu zählten der Elektromotor, die Leistungselektronik und die Batterie.
Doch ist Bohr zuversichtlich, dass sich ab Mitte des nächsten Jahrzehnts die Elektroautos durchsetzen und von da an Schritt für Schritt weniger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verkauft werden. "Den strukturellen Umschwung sehen wir in der Dekade zwischen 2020 und 2030", sagte das Mitglied der Bosch-Geschäftsführung. "Dann werden Batterien zur Verfügung stehen, die deutlich leistungsfähiger und kostengünstiger sind."
Das komplette Gespräch ist im Beitrag Spätzündung: Bosch will mit Elektromobilität noch vor 2020 Gewinn machen auf heise Autos wiedergegeben. (ssu)