ADAC-Werkstatt-Test mit bescheidenen Ergebnissen
Der ADAC hat 75 Betriebe auf Servicequalität und Fehlerfindung getestet. Im Vergleich zu 2009 haben sich dieselben Werkstätten zwar verbessert, das Gesamtniveau ist aber nach wie vor unbefriedigend
- Martin Schou
München, 25. August 2011 – Der Automobilclub ADAC wollte wissen, ob Autowerkstätten aus ihren Fehlern lernen. Deshalb hat der Club bundesweit dieselben Betriebe wie bereits 2009 unter die Lupe genommen. Auch die gleichen fünf Fehler wurden wieder eingebaut. Das Ergebnis: 20 der 75 getesteten Servicebetriebe haben sich in der Gesamtwertung im Vergleich zu 2009 verbessert, zwölf um bis zu drei Notenstufen verschlechtert. Fanden 2009 noch 27 Prozent der getesteten Betriebe nicht alle Fehler, waren es 2011 nur 19 Prozent – ein positiver Trend.
Citröen, Fiat und Nissan schneiden schlecht ab
Die schlechtesten Ergebnisse lieferten Betriebe von Citroën, Fiat und Nissan ab. Dort blieben manchmal gleich mehrere Mängel unentdeckt. Die Werkstätten von Mercedes, BMW, Ford, Opel, Renault, Seat und Skoda machten es vorbildlich: In jedem dieser Markenbetriebe haben die Mechaniker alle Fehler gefunden.
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ADAC-Werkstatt-Test: 20 von 75 Betrieben haben sich verbessert, zwölf schnitten im Vergleich zu 2009 um bis zu drei Noten schlechter ab
Verbesserte Servicequalität und Fehlerfindung
Beim Finden der Fehler sind 18 Firmen besser geworden, zwölf schneiden schlechter ab. Bei der Servicequalität haben sich 38 Werkstätten verbessert, 26 verschlechtert. 14 Werkstätten haben trotz detaillierter Arbeitslisten nicht alle Fehler gefunden. Wenn man annimmt, dass alle Markenwerkstätten (die 27 Millionen Inspektionen pro Jahr durchführen) ebenso häufig einen Fehler übersehen wie in diesem ADAC-Test, dann ergäbe diese Hochrechnung: Die deutschen Autofahrer bezahlen knapp acht Millionen Euro für nicht erbrachte Leistungen.