Dolby und RIM legen Lizenzstreit bei

Im Juni zog Dolby-Tochter Via Licensing gegen Blackberry-Hersteller RIM vor Gericht, weil dieser bei seinen Geräten HE-AAC-Audiokompression ohne die entsprechende Lizenz einsetzte. Nun teilte Dolby mit, dass RIM ebenfalls zu den Lizenznehmern gehört.

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Im Juni zog Dolby-Tochter Via Licensing gegen Blackberry-Hersteller RIM vor Gericht, weil dieser bei seinen Geräten HE-AAC-Audiokompression ohne die entsprechende Lizenz einsetzte. Am heutigen Montag teilte Dolby mit, dass sich beide Seiten geeinigt hätten und begrüßt RIM im illustren Kreis der AAC-Lizenznehmer. Die Dolby-Tochter Via Licensing verwaltet im Auftrag der Patentinhaber – darunter Dolby, France Telecom, Fraunhofer, LG, Microsoft, Nokia, Panasonic, Philips und Sony – den Patentpool und vergibt AAC-Lizenzen.

Das ursprünglich von Coding Technologies als Erweiterung für niedrige Bandbreiten entwickelte aacPlus wurde als High-Efficiency-Variante (HE) in den Advanced-Audio-Coding-Standard (AAC) von MPEG-4 übernommen. Wie bei MP3Pro sorgt Spectral Band Replication auch bei HE-AAC v1 für eine Rekonstruktion hoher Frequenzanteile, sodass im HE-Verfahren kodierte Dateien bei fast gleicher Datenrate deutlich besser klingen als Audiodateien, die ohne SBR erzeugt wurden. HE-AAC ist für den Einsatz bei niedrigen Bitraten – etwa Audiostreaming über Mobilfunknetze – optimiert. (vza)