Die Telekom feiert sich als weltgrößter WLAN-Anbieter
Die Konzerntöchter T-Mobile und T-Com betreiben weltweit rund 17.000 eigene Hotspots, zum Beispiel in Starbucks- oder McDonald's-Filialen. 10.000 Hotspots sind in Europa.
Mit rund 17.000 eigenen WLAN-Standorten sind T-Mobile und T-Com jetzt gemeinsam der größte Betreiber von Hotspots weltweit, zeigen sich die beiden Telekom-Konzernsparten überzeugt. Mit über 10.000 Zugangspunkten betreiben die Telekom-Töchter den Großteil ihrer Hotspots in Europa, nämlich in Deutschland, Österreich, Großbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Ungarn, der Slowakei und in Kroatien.
Von der Telekom mit WLAN versorgt werden unter anderem Restaurants des Partners McDonald's oder der Kaffeeausschenker Starbucks, der seit 2002 rund 1200 US-Filialen mit WLAN ausstattet. Weitere internationale Partner sind Hotelketten, die sich an Geschäftsreisende richten (zum Beispiel Starwood) sowie Flughäfen in Europa und den USA; ferner betreibt der Konzern WLAN-Lounges der Deutschen Bahn.
Für die Nutzung der Telekom-WLANs muss man nicht notwendig Telekom-Kunde sein, doch sollten gerade Nutzer, die nur gelegentlich auf ein Telekom-WLAN zugreifen, die Preislisten der Bonner genau studieren. Ein Viertelstündchen im WLAN kann mit zwei Euro zu Buche schlagen. Für Deutschland-Touristen, die gelegentlich ins Netz wollen, erscheint ein Hotspot-Pass mit 24 Stunden Nutzungszeit für 18 Euro interessanter, allerdings ist seine Geltungsgebiet auf die Bundesrepublik beschränkt.
Besser stellt der Mobilfunker T-Mobile, der die WLANs als strategische Ergänzung zu seinen zellulären GSM- und UMTS-Angeboten sieht, in Deutschland ansässige Vielnutzer, die standardübergreifend mobil surfen wollen. Wer etwa den im Beitrag Sparmenü auf heise mobil beschriebenen 5-GByte-Tarif für das zelluläre Surfen mit HSDPA und Co. für 35 Euro im Monat plus Tagesnutzungspauschale von einem Euro bucht, bekommt noch 200 Freistunden im Monat für das Surfen an WLAN-Hotspots von T-Mobile oder T-Com hinzu.
"Innovationsführerschaft" bei WLAN beansprucht T-Mobile aufgrund seiner "Railnet" getauften Partnerschaft mit der Deutschen Bahn, die einige ICE-Züge mit WLAN-Zugängen ausgerüstet hat. T-Mobile ermöglicht damit auf der Strecke im Ruhrgebiet via HSDPA-Außenanbindung einen Live-Zugang zum Internet und frischt andernorts zwischengespeicherte Inhalte beim Halt im Bahnhof via "Datentankstelle" auf. Seit April ist das Railnet-Angebot kostenpflichtig. In Großbritannien bietet T-Mobile in einem ähnlichen Projekt WLAN-Zugang in Schnellzügen im Großraum London an. (ssu)