OSDL analysiert Einsatz von Desktop-Linux in Unternehmen

Das Open Source Development Lab hat ein Dokument veröffentlicht, das die unterschiedlichen Anforderungen beim Einsatz von Linux auf Arbeitsplatzrechnern in Unternehmen analysiert.

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Von
  • Thorsten Leemhuis

Das Open Source Development Lab (OSDL) hat ein Dokument herausgegeben, das die Anforderungen beim Einsatz von Linux auf Arbeitsplatzrechnern in Unternehmen beschreibt. Es ist eines der ersten Ergebnisse der vom OSDL Anfang des vergangenen Jahres eingesetzten Arbeitsgruppe zu Desktop-Linux (DTL).

Da die Anforderungen an das Betriebssystem je nach Umgebung und Aufgaben bei unterschiedlichen Arbeitsplätzen stark variieren, teilt die Version 1.0 der DTL Capabilities die Anwender exemplarisch in vier verschiedene Gruppen ein. Deren Arbeitsaufgaben wurden analysiert. Daraus wurden dann die Anforderungen herausgearbeitet, die ein Linux für Arbeitsplatzrechner in Unternehmen bieten sollte, beispielsweise beim Browser, bei der Installation und Bedienbarkeit, bei der Fernwartung und -einrichtung sowie bei der Anwendungssoftware. Diese Informationen sollen Unternehmen bei der Einführung von Linux helfen und können von Distributoren bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte verwendet werden. Explizit weist das OSDL darauf hin das es sich bei dem Dokument um keine Spezifikation handelt.

Das OSDL ist eine Gemeinschaftsunternehmung von im Linux-Umfeld engagierten Firmen wie Hewlett-Packard, IBM, Intel, Red Hat, Novell und einigen weiteren. Linux-Erfinder Linus Torvalds und Kernel-Programmierer Andrew Morton, die beiden fĂĽhrenden Entwickler am Linux-Kernel 2.6, sind beim OSDL angestellt. Vor kurzem hat sich zudem der Samba-Vater Andrew Tridgell dem OSDL als Fellow angeschlossen. Neben der Arbeitsgruppe zu Desktop-Linux gibt es noch die Projekte Carrier Grade Linux und Data Center Linux, die vor kurzem neue Spezifikationen vorgestellt haben. (thl)