Teewave AR.1: elektrischer Prototyp vom Formel-1-Konstrukteur

Der Elektro-Prototyp Teewave AR.1 kommt dank Leichtbauweise trotz lediglich 47 kW Leistung flott voran. Der sportliche Zweisitzer wurde von Gordon Murray Design entworfen

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Shalford (Großbritannien), 29. September 2011 – Der Teewave AR.1 ist ein fahrfähiger Prototyp eines Elektrosportwagens und das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Firmen Gordon Murray Design und Toray. Das japanische Unternehmen Toray zählt neben SGL Carbon zu den größten Kohlefaser-Herstellern der Welt. Von den Japanern stammt der kohlefaserverstärkte Kunststoff (CFK) für das Monocoque des Zweisitzers, der von Gordon Murray Design gestaltet wurde. Der Chef und Namensgeber der britischen Firma war früher als Formel-1-Konstrukteur, darunter für Brabham und Lotus, tätig.

Mit 3,98 Meter ist der AR.1 fast 20 Zentimeter länger als eine Lotus Elise, und mit 1,15 Meter ist er auch etwas höher. Das Gewicht des AR.1 beträgt nur 850 kg und ist damit trotz der 240 kg schweren Batterie fast so gering wie bei der Elise. Angetrieben wird der AR.1 von einer E-Maschine mit 47 kW (64 PS). Das Drehmomentmaximum beträgt 180 Nm. Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Kapazität von 16 kWh. Die Reichweite beträgt nach Firmenangaben gut 180 Kilometer.

Teewave AR.1: elektrischer Prototyp vom Formel-1-Konstrukteur (6 Bilder)

Teewave AR.1: Karosserie aus CFK

Für den Antriebsstrang wurden Komponenten aus einem bereits verkäuflichen Elektrofahrzeug verwendet, das jedoch nicht genannt wird. Den oben genannten Daten zufolge könnte es sich um den Antrieb des Mitsubishi i-MiEV handeln. Dank seiner Leichtbauweise kommt der AR.1 recht flott voran: 50 km/h sind binnen 4,4 Sekunden erreicht, den Sprint auf Tempo 100 absolviert das Auto in 11,4 Sekunden. Maximal werden 147 km/h erreicht. Die E-Maschine wird als Heck-Mittelmotor mit Festuntersetzung eingebaut. Das Fahrwerk basiert vorn und hinten auf Doppelquerlenkern und Schraubenfedern. Vorne werden Reifen der Größe 175/55 R16 aufgezogen, hinten haben die Pneus die Größe 225/45 R17. Ob das Fahrzeug in Serie gehen soll, ist noch nicht bekannt. (imp)