Nobel-Brite mit verlängertem Radstand
Ein halbes Jahr nach der Premiere in Shanghai kommt der Rolls-Royce Ghost EWB nun auch nach Europa. Der Längenzuwachs von 17 Zentimetern kommt den Fondpassagieren zugute
- rhi
München, 4. Oktober 2011 – Seit zwei Jahren ist der Ghost das „Einsteigermodell“ von Rolls-Royce – wobei diese Bezeichnung für ein Auto, das eine Viertelmillion Euro kostet, ähnlich schräg klingt wie das Attribut „Verkaufsschlager“. Doch allein im vergangenen Jahr konnte die zu BMW gehörende Nobelmarke 2711 Einheiten absetzen. Nun bieten die Briten einer langen Tradition folgend eine Variante mit verlängertem Radstand an. Nach der Premiere in China kommt der gestreckte Rolls nun auch nach Europa.
Purer Luxus im Fond
Der so genannte Ghost EWB (das EWB steht für "Extended Wheelbase") misst 17 Zentimeter mehr als die Normalausgabe und streckt sich auf insgesamt 5,57 Meter. Der Längenzuwachs kommt voll dem Fond zugute: Bein- und Kniefreiheit wachsen auf 32 Zentimeter. Serienmäßig sind in der zweiten Reihe mehrfach einstellbare Einzelsitze mit Massagefunktion, zwei 9,2 Zoll große Farbbildschirme und ein 600-Watt-Audiosystem. Auf Wunsch gibt es einen kabellosen Internetzugang oder eine "Theater-Konfiguration", bei der alle nicht fahrerrelevanten Einstellungen vom Fond aus getroffen werden können.
Nobel-Brite mit verlängertem Radstand (12 Bilder)

Mehr Luxus: Rolls-Royce bringt den Ghost LWB nach Europa.
Kraft satt
Auch die Ghost-Langversion verfügt über die gegenläufigen Türen, bei denen das Fondportal fast rechtwinklig öffnet. Unter der Haube ändert sich nichts: Dort arbeitet wie gehabt ein 6,6-Liter-V12 mit doppelter Turboaufladung und 570 PS. Bereits bei 1500 Umdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 780 Nm an. So gerüstet, beschleunigt die 2,4 Tonnen schwere Limousine in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt. Zum Preis des Ghost EWB gibt es noch keine Angaben, dieser dürfte aber klar über den 253.470 Euro für den normalen Ghost liegen. (imp)