Lotus rüstet Londons Taxis auf Wasserstoff um

Die Stadt London setzt zur Image-Pflege für die Olympischen Spiele 2012 eine Flotte der traditionellen Black Cabs ein, die mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle Elektrizität für ihre Motoren erzeugen

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Von
  • Martin Schou
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Norwich (England), 11. Oktober 2011 – Die Stadt London will zu den Olympischen Spielen im nächsten Jahr 20 Stück der typischen schwarzen London Taxis mit Brennstoffzellen und Elektromotoren im Testbetrieb einsetzen. Bisher fahren die meisten der gut 21.000 Black Cabs mit Diesel. Das soll den Fahrzeugen und der Stadt zu einem saubereren Image verhelfen. Die Umrüstung nimmt der Sportwagenhersteller Lotus vor.

Das spezielle "Black Cab" vom Typ TX4 des Herstellers LTI ist äußerlich nicht von seinen Kollegen mit Verbrennungsmotor zu unterscheiden. Unter der Karosserie steckt aber kein herkömmlicher 2,5-Liter-Diesel-Motor, sondern ein Elektromotor, der von einer wasserstoffbeschickten Brennstoffzelle mit Strom versorgt wird. Der Wasserstofftank soll für über 250 Kilometer reichen. Als Zwischenspeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie, der bei Bremsvorgängen Energie zugeführt wird.

Lotus rüstet Londons Taxis auf Wasserstoff um (7 Bilder)

Das London Cab der Modellkennung LTI TX4 fährt nicht mehr mit Diesel, sondern mit Wasserstoff.

Nach einer Tankzeit von rund fünf Minuten ist der 154 Liter große Wasserstofftank wieder voll gefüllt. Die Höchstleistung der Brennstoffzelle liegt bei 100 Kilowatt (136 PS), das maximale Drehmoment beträgt 550 Newtonmeter. Damit schafft das London-Taxi eine Spitzengeschwindigkeit von rund 135 km/h. Das reicht immerhin, um das knapp 2,2 Tonnen schwere Taxi in 15,5 Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen.