Saab bekommt Geld aus China

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Von
  • ssu

Geld aus China hat dem Autohersteller Saab wieder etwas Luft im Dauerkampf gegen die Pleite verschafft. Wie das schwedische Unternehmen am heutigen Donnerstag in Trollhättan mitteilte, hat das chinesische Autounternehmen Youngman eine „Brückenfinanzierung“ bereitgestellt, mit der Saab die zum Monatsende fälligen Löhne und Gehälter für seine 3500 Beschäftigten zahlen kann.

Nach Angaben der Wirtschaftszeitung Dagens Industri soll Youngman 100 Millionen Kronen (derzeit 11 Millionen Euro) überwiesen haben. Zusammen mit dem Auto-Großhändler Pang Da hat das Unternehmen Saab langfristig umgerechnet 245 Millionen Euro als künftiger Haupteigner zugesagt.

Youngman hatte dabei die relativ kurzfristige Bereitstellung von 640 Millionen Kronen (gut 70 Millionen Euro) in Aussicht gestellt. Dagens Industri berichtete am heutigen Donnerstag, das chinesische Unternehmen sei wegen der im September gerichtlich verfügten Sanierung unter Gläubigerschutz von Saab „vorsichtiger geworden“.

Der Einstieg beider Unternehmen bei den hochverschuldeten Schweden gilt als einzige Überlebenschance für Saab ohne Insolvenz. Seit einem halben Jahr sind in Trollhättan nördlich von Göteborg wegen Geldmangels keine Autos mehr gefertigt worden. (dpa) (ssu)