Ginetta G60: puristischer Sportler aus England

Lenken und Bremsen ohne Servounterstützung, ABS Fehlanzeige – die englische Sportwagenschmiede Ginetta stellt mit dem G60 einen neuen Mittelmotor-Sportler, der von einem Ford-V6 auf 265 km/h vorangetrieben wird

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  • skr
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Garforth (Großbritannien), 19. Oktober 2011 – Lenken und Bremsen ohne Servounterstützung, ABS Fehlanzeige – wem ein Lotus zu komfortabel ist, wird vielleicht bei der gleichfalls britischen Sportwagenschmiede Ginetta fündig. Deren neuer, zweisitziger G60 ist ein 1080 kg leichter Mittelmotor-Sportler, der von einem 3,7 Liter großen Duratec-V6 aus dem Hause Ford angetrieben wird. Die Maschine leistet 314 PS, das maximale Drehmoment beträgt 390 Nm. Geschaltet wird mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Ein Sperrdifferential mit automatischer Kraftverteilung soll auch bei forscher Gangart für gute Traktion sorgen.

Als Höchstgeschwindigkeit geben die Briten 165 mph, umgerechnet etwa 265 km/h an. In rund fünf Sekunden erreicht der G60 aus dem Stand die Marke von 100 km/h. Der 80-Liter-Tank soll für 770 Kilometer reichen. Bremsen mit Vier-Kolben-Sätteln rundum und geschlitzten Scheiben im Format 365×32 Millimeter vorne beziehungsweise 355×28 Millimeter hinten wird der G60 versprechen eine leistungsgerechte Verzögerung. Das Fahrwerk mit Doppelquerlenkern ist eine komplette Eigenkonstruktion. Die Karosserie des Sportwagens besteht aus Karbonfasern und mutet vertraut an. Tatsächlich gehörte sie zu einem Modell des kleinen Herstellers Farbio. Ginetta hatte die Firma 2010 gekauft und nannte das Fahrzeug zunächst F400. Weil die Fremdkonstruktion jedoch ein "launenhaftes" Verhalten an den Tag legte, konstruierte Ginetta das Auto bis auf die Karosserie komplett neu.

Ginetta G60: puristischer Sportler aus England (15 Bilder)

Ein neuer Lotus? Nein, es ist die jĂĽngste Kreation von Ginetta, der G60.