Personaldienstleister setzt auf Cloud-Dienste

Das US-Unternehmen ADP verwaltet seit vielen Jahren Kundendaten auf eigenen Servern. Nun werden sie erstmals vernetzt.

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Das Cloud Computing erlaubt ganz neue Geschäftsmodelle, zwingt Firmen aber auch dazu, aggressiver um ihre Kunden zu kämpfen. Gut sichtbar ist das bei Automatic Data Processing (ADP), einem der größten Outsourcing-Anbieter auf den Gebieten Lohnbuchhaltung und Personalwesen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Schon seit Jahren bietet das US-Unternehmen Dienste an, die auf eigenen Servern laufen: Firmen laden Informationen ĂĽber Angestellte bei dem Dienstleister hoch und der verwaltet diese dann und wertet sie aus. Die Firma sammelt auch Bewerberdaten, berechnet VersicherungsgebĂĽhren und ĂĽbernimmt die Zeiterfassung. Traditionell wurde jeder dieser Dienste einzeln gemanagt. Informationen ĂĽber einen Angestellten in einer dieser Datenbanken waren in einer anderen nicht nutzbar. Ein Personalmanager bei einem Kunden musste Daten deshalb an mehreren Stellen eingeben: Die Versicherungsabrechnung "sprach" beispielsweise nicht mit der Arbeitszeiterfassung.

ADP hat deshalb nun Code entwickelt, der die verschiedenen Teile seiner Personal-Software vernetzt, so dass sie in ein und derselben Cloud laufen – mit einem einzigen Online-Interface, das alle Anwendungen kontrolliert. Diesen Monat startete ADP das System namens Vantage offiziell. Für die größten Kunden soll es künftig zum zentralen Produkt werden, meint ADP-IT-Chef Mike Capone.

ADP plant aber auch noch weitere Cloud-Anwendungen. Derzeit landen die Kundeninformationen noch im eigenen Rechenzentrum – als eine Art Privatcloud. "Das ist alles so wichtig für uns, dass wir es selbst betreiben wollen." Capone kann sich aber auch vorstellen, in den nächsten fünf bis sieben Jahren auf öffentlich verfügbare Cloud-Angebote zu setzen, wie sie etwa von Amazon offeriert werden – wenn sie sich wirtschaftlich tragen und sicher genug sind.

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(bsc)