VW-Chef erwartet Marktrückgang in Europa

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Von
  • ssu

Europas größter Autobauer Volkswagen rechnet im kommenden Jahr mit schwierigen Zeiten für die Branche. „Insgesamt rechnen wir in Europa mit einem Marktrückgang“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn in einem Interview mit dem Handelsblatt. Das gelte insbesondere für die hoch verschuldeten Länder wie Italien oder Spanien. Aber auch die Entwicklung in anderen Weltregionen gelte es genau zu beobachten. Allerdings wachse die Nachfrage in China und Amerika weiter.

Die für den US-Markt konzipierte Version des VW Passat läuft in Chattanooga, Tennessee, vom Band.

„Klar ist, dass wir auch 2012 eine hohe Auslastung fahren“, sagte Winterkorn. In den USA werde der Konzern den jährlichen Absatz innerhalb von drei Jahren auf mehr als 400.000 Autos verdoppeln. Dabei dürften schon im nächsten Jahr 80 Prozent der in den USA verkauften Autos aus der neuen Fabrik in Chattanooga oder aus dem mexikanischen Werk Pueblo kommen, erklärte der Volkswagen-Chef.

Das Jahr 2011 werde mit mehr als acht Millionen verkauften Autos operativ „ein sehr gutes Jahr“, sagte Winterkorn weiter. Davon werde auch die Belegschaft mit einem Erfolgsbonus auf Rekordniveau profitieren. VW schüttet laut Tarifvertrag zehn Prozent des operativen Ergebnisses der Kernmarke an die Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken aus.

Im Streit mit dem Partner Suzuki hält Winterkorn entschlossen an der Beteiligung an dem japanischen Kleinwagenspezialisten fest. „Unseren Anteil an Suzuki in Höhe von 19,9 Prozent verkaufen wir nicht“, sagte er. Wenn die derzeitige Führungsmannschaft nicht mit VW zusammenarbeiten wolle, dann wolle es vielleicht die nächste Generation. Die beiden Partner werfen sich gegenseitig Vertragsbruch vor. Suzuki dringt seit Wochen auf einen Ausstieg seines Großaktionärs. (dpa) (ssu)