EU-Kommissarin bemerkt höhere Preise in Apples britischem Musik-Shop

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes untersucht auch, ob Verbraucher in Großbritannien daran gehindert werden, Musikstücke von ausländischen iTunes-Seiten herunterzuladen.

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Von
  • Torge Löding

In der laufenden Untersuchung der Preispolitik von Apples Musikdownloadservice iTunes durch die EU-Kommission ist Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes nach dpa-Informationen aufgefallen, dass Preise für das Herunterladen von Musikstücken in Großbritannien höher sind als anderswo in Europa. In Brüssel bekannt geworden sei ihre so lautende Antwort auf eine Anfrage des Europaparlament-Abgeordneten Peter Skinner. Der britische Labour-Abgeordnete Skinner hatte vorgebracht, dass ein Song im britischen Apple-Shop umgerechnet 1,15 Euro kostet, während andere Europäer 0,99 Euro zahlen müssten.

Bei der Untersuchung geht es auch um Vorwurf, dass Verbraucher in Großbritannien daran gehindert werden, Musikstücke von ausländischen iTunes-Shops herunterzuladen. Das britische Office of Fair Trading (OFT) hatte eine entsprechende Beschwerde der Verbraucherschutzorganisation Which an die EU-Kommission weitergeleitet. Ein förmliches Wettbewerbsverfahren wegen Marktabschottung sei mit dieser Untersuchung indes noch nicht verbunden. (tol)