Britische Rechtebörse rückt näher
Das britische Patentamt hat eine Studie in Auftrag gegeben, um die möglichen Auswirkungen eines zentralen Börsenplatzes für Rechte und Lizenzen untersuchen zu lassen. Das Projekt wird allerdings auch kritisch gesehen.
Der vom englischen Medienökonom Professor Ian Hargreaves im Mai 2011 angeregte Börsenplatz für den Handel mit Rechten und Lizenzen nimmt Formen an. Das britische Patentamt hat nach eigenen Angaben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die bis Mitte 2012 die Chancen einer solchen Handelsplattform evaluieren sollen.
Eine Rechtebörse habe das Potenzial, Unternehmen und Konsumenten den Zugang zu geschütztem Material zu vereinfachen und die britische Wirtschaft um mehr als 2 Milliarden Pfund wachsen zu lassen, heißt es in einer Mitteilung des Patentamts. Die Idee eines Börsenplatzes für geistiges Eigentum hat allerdings nicht nur Freunde. Kritik kam in der Vergangenheit etwa vom britischen Journalistenverband, der sich beim geplanten Handel mit großen Lizenzpaketen um die Vergütung der einzelnen Künstler sorgt. (jh)