Umweltzone Ruhr ohne Beschilderung

Provinzposse an der Ruhr: Deutschlands größte Umweltzone ist auch Tage nach Neujahr nicht korrekt beschildert. Nach Behördenangaben ging die öffentliche Ausschreibung für die Hinweistafeln erst im Dezember zu Ende

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  • ssu

Provinzposse an der Ruhr: Deutschlands größte Umweltzone zwischen Duisburg und Dortmund ist auch Tage nach dem Start zum 1. Januar 2012 nicht korrekt beschildert.

Den Auftrag für die Beschilderung habe man öffentlich ausschreiben müssen, sagte der Sprecher des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Bernd Löchter, der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 5. Januar). Die Ausschreibung sei erst im Dezember zu Ende gegangen, bestätigte er am Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Laut Zeitungsbericht werden Verstöße gegen die Feinstaubplaketten-Pflicht deshalb bis Ende März nicht geahndet.

A40 in Essen: Rechts im Bild verläuft die Autobahn, wer abfährt, landet in der Umweltzone.

(Bild: ssu)

Zu der auf eine Fläche von 850 Quadratkilometer erweiterten Umweltzone zählen die Städte Bottrop, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herten, Recklinghausen, Bochum, Dortmund, Herne, Duisburg, Essen, Mülheim und Oberhausen. Die Autobahnen durch das Ruhrgebiet sind davon ausgenommen, obwohl sie teils unmittelbar durch städtische Wohngebiete führen. Die neue Regelung hat einen "Flickenteppich" von zuvor bestehenden Umweltzonen der einzelnen Revierstädte abgelöst. Auf der Website des NRW-Umweltministeriums sind Kartendarstellungen der Umweltzonen zwischen Rhein und Weser verfügbar. (ssu)