Toshiba profitiert von Beteiligungsverkäufen

Den Nettogewinn konnte der japanische Elektronikkonzern dank mehrerer Beteiligungsverkäufe im abgelaufenen Quartal verdreifachen - der operative Gewinn sank hingegen um 12 Prozent.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat den Gewinn im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres dank mehrerer Beteiligungsverkäufe (unter anderem Anteile an Toshiba Ceramics und Toshiba-Emi Ltd.) mehr als verdreifacht. Für die Monate Oktober bis Dezember verbucht das Unternehmen einen Nettogewinn von 72,43 Milliarden Yen (460 Millionen Euro). Im Vorjahr hatte der Nettogewinn 21,9 Milliarden Yen betragen. Der operative Gewinn des Unternehmens sank allerdings, vor allem wegen schwacher Chip-Preise. Statt 63,7 Milliarden Yen (403 Millionen Euro) wie im Vorjahr wurden lediglich 55,9 Milliarden Yen Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz verbesserte sich um 13 Prozent auf 1,79 Billionen Yen.

Für das im März endende Geschäftsjahr 2006/07 senkte Toshiba die Prognose für den operativen Jahresgewinn von 270 Milliarden auf 250 Milliarden Yen. Die Prognose für den Konzernüberschuss wurde von 110 auf 120 Milliarden Yen erhöht. Der Jahresumsatz soll bei rund sieben Billionen Yen liegen. Mit einem Marktanteil von 3,9 Prozent belegte Toshiba im Jahr 2006 Platz vier unter den größten Chiphersteller weltweit. Künftig will das Unternehmen noch stärker in die Produktion von NAND-Speicherchips investieren und den Abstand zu Marktführer Samsung Electronics verkürzen. (pmz)