Corel gewinnt US-Justizministerium als Kunden fĂĽr WordPerfect Office 12

50.000 Arbeitsplätze in dem Ministerium sollen mit dem Büropaket des kanadischen Herstellers bestückt werden.

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Der Softwarehersteller Corel Corporation hat mit dem US-amerikanischen Justizministerium eine Lizenzvereinbarung über die Nutzung von WordPerfect Office 12 an 50.000 Arbeitsplätzen geschlossen. Die Vereinbarung ist auf fünf Jahre angelegt und hat einen Gesamtwert von 13,2 Millionen US-Dollar. Es sei der größte Abschluss über die Nutzung eines alternativen Büro-Pakets in einer einzelnen Institution, teilt Corel mit, und festige den Stellenwert von WordPerfect Office als wichtigste Alternative zu Microsoft Office. Corel hat nach eigenen Angaben weltweit 20 Millionen WordPerfect-Kunden.

Das US-Justizministerium wirkte maßgeblich an der Kartellklage gegen Microsoft mit. Das Verfahren endete im Jahre 2002 mit der richterlichen Genehmigung einer außergerichtlichen Einigung. Bereits im Jahr 1999 hatte das Ministerium mit Corel einen Vertrag über die Erteilung von WordPerfect-Lizenzen für 35.000 Arbeitsplätze geschlossen. Bis vor zwei Jahren war Microsoft an Corel beteiligt. Diese Beteiligung geriet in das Visier des Justizministeriums, vermutlich ein Grund dafür, dass Microsoft seine Aktien wieder loswerden wollte.

Corel hatte WordPerfect Office 12, das aus der Textverarbeitung WordPerfect, der Tabellenkalkulation Quattro Pro und dem Präsentationsprogramm Presentations besteht, vor einem Jahr vorgelegt. Zuvor war der kanadische Hersteller in Bedrängnis geraten, unter anderem durch das Open-Source-Paket OpenOffice. In der aktuellen WordPerfect-Version legt Corel vor allem Wert auf die Kompatibilität mit Microsofts Dateiformaten. (anw)