ISC 07: Intel geht unter die Kabelhersteller
Optische InfiniBand-Kabel sollen Vorteile bei der Kopplung von Clusterknoten bringen.
Anlässlich der International Supercomputing Conference in Dresden (ISC 07) wirbt Intel nicht nur für seine Prozessoren, Compiler und Tools für HPC-Anwendungen und Cluster, sondern stellt mit den Intel Connects Cables auch spezielle optische Kabel für InfiniBand- und 10-GBit-Ethernet-Komponenten vor. Im Vergleich zu den bisher üblichen Kupferkabeln sollen die Intel-Kabel Vorteile wie geringeres Gewicht, schlankere Bauform, kleinere Biegeradien und eine größere zulässige Länge von bis zu 100 Metern bringen.
Die Kabel arbeiten als "Active Cables" im Sinne der InfiniBand- (IB-)Spezifikation an herkömmlichen elektrischen 4X-Anschlüssen von IB-Switches und IB-HBAs und übertragen DDR-IB mit bis zu 20 GBit/s. In den Steckern an beiden Kabelenden stecken Transceiver, die die elektrischen Signale in optische Impulse verwandeln und umgekehrt; die Leistungsaufnahme pro Stecker liegt bei etwa 1,1 Watt. Die Intel-Kabel sollen auch an 10-Gigabit-Ethernet-Ports nach CX4-Spezifikation funktionieren, die eine Versorgungsspannung für die Transceiver bereitstellen. Grundsätzlich ist es auch möglich, 8X- und 12X-IB-Kabel mit derselben Technik zu fertigen; hier sieht Intel aber bisher keinen größeren Bedarf.
Es gibt auch IB-HBAs und IB-Switches, die von vornherein für (passive) optische Kabel ausgelegt sind oder mit wechselbaren Small-Form-Factor-Pluggable-(SFP-)Modulen sowohl optische als auch elektrische Kabel nutzen können. Elektrooptische Transceiver für IB-Interconnects haben auch andere Firmen wie Emcore im Angebot, HP etwa hat darauf ein US-Patent angemeldet.
Zur ISC 07 siehe auch:
- Top500 der Supercomputer: HP holt kräftig auf
- Parallelrechner unterm Schreibtisch
- SGI stellt neue Altix mit dichterer Bauweise vor
- Sun stellt neue Supercomputer-Architektur vor
- IBMs Blue Gene/P wird erster Petaflops-Rechner
- Top-3-Supercomputer in JĂĽlich
(ciw)