Agilent meldet Gewinnrückgang durch Sondereffekte
Steuern und Kosten für die Veräußerung der Chip-Sparte belasten das Ergebnis des Unternehmens, das sich nun auf Mess- und Analysetechnik konzentriert. Der Quartalsgewinn fiel auf 26 Millionen US-Dollar.
Der kalifornische Hersteller von Mess- und Analysetechnik Agilent hat in seinem abgelaufenen vierten Geschäftsquartal, das am 31. Oktober endete, einen Gewinn von 26 Millionen US-Dollar erzielt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 74 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar.
Den Gewinnrückgang führt Agilent zum einen auf eine Steuerbelastung von 48 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Rückführung im Ausland erzielter Erträge und zum anderen auf Restrukturierungskosten von 119 Millionen US-Dollar, die aus der Abspaltung seiner Chip-Sparte resultieren, die Agilent an eine Investorengruppe für 2,66 Miliarden US-Dollar veräußert hat. Ohne die außerordentlichen Kosten hätte Agilent im vierten Quartal 2005 einen Vierteljahresgewinn von 193 Millionen US-Dollar erzielen können – auf einer vergleichbaren Basis hätte der Überschuss in der Vorjahresperiode dem Unternehmen zufolge lediglich 153 Millionen US-Dollar betragen.
Parallel zur Vorstellung der Quartalszahlen kündigte das Unternehmen an, eigene Aktien im Gesamtwert von bis zu 2,7 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Agilent selbst war 1999 von Hewlett-Packard abgespalten und an die Börse gebracht worden. (ssu)