SES Global hebt Gewinnprognose an

Der Chef des weltweit führenden Satellitenbetreibers erwartet unter anderem von der künftigen digitalen Satelliten-TV-Plattform mit Grundverschlüsselung "neue und profitable Umsätze".

vorlesen Druckansicht 15 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Jürgen Kuri

Der weltweit führende Satellitenbetreiber SES Global hat nach einem guten ersten Halbjahr seine Gewinnprognose für 2006 angehoben. In den ersten sechs Monaten stieg der Nettogewinn um 28,6 Prozent auf 215,6 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,1 Prozent auf 499,5 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 16,6 Prozent auf 710,5 Millionen Euro.

SES erhöhte die Prognose beim für das laufende Jahr erwartete EBITDA auf 918 bis 938 Millionen Euro. SES-Chef Romain Bausch zeigte sich sehr zufrieden, zumal man die Übernahme von New Skies Satellites erfolgreich abgeschlossen habe; die Integration und das Geschäft der neuen Tochter entwickle sich besser, als geplant. Auch habe man mit dem erfolgreichen Start des Satelliten ASTRA 1KR die Erweiterung und Erneuerung der Satellitenflotte fortgesetzt, um die weiter steigende Nachfrage nach Übertragungskapazität bei Medien, großen Unternehmen und Regierungen befriedigen zu können.

SES will neben den neuen Satelliten AMC-21, CIEL-2 und AsiaSat5, die bereits in Vorbereitung sind, noch in diesem Jahr mit ASTRA 3B und NSS-9 zwei weitere Programme zur Einführung neuer Satelliten starten. Außerdem hebt Bausch darauf ab, dass SES ASTRA ein digitales Infrastrukturprojekt in Deutschland gestartet habe, das für einen nahtlosen Übergang von der analogen zur digitalen Rundfunkübertragung sorgen solle. Außerdem biete dies SES ausgezeichnete Gelegenheiten, neue und profitable Umsätze zu generieren. Bausch hebt damit auf die Dolphin-TV-Plattform ab, für die SES ASTRA bereits Verträge mit der RTL- und MTV-Gruppe in Deutschland abgeschlossen hat. Damit einher geht die Grundverschlüsselung der Sender für die digitale Satellitenübertragung und eine von SES ASTRA geplante Monatspauschale für die TV-Zuschauer. Diese Pläne für Grundverschlüsselung und Zugangsgebühr im digitalen Satelliten-Fernsehen stoßen aber auf breite Kritik. (jk)