Software sucht Elfenbeinspecht

US-Wissenschaftler wollen einer möglicherweise ausgestorbenen Vogelart mit Hilfe eines vollautomatischen, computerisierten Beobachtungssystem auf die Spur kommen.

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US-Wissenschaftler wollen einer möglicherweise ausgestorbenen Vogelart mit Hilfe eines vollautomatischen, computerisierten Beobachtungssystem auf die Spur kommen. Das Projekt, das von Ken Goldberg (Berkeley) und Dezhen Song (Texas A&M) geleitet wird, wurde aufgelegt, um eine seltene amerikanische Spechtart im Bild festzuhalten. Der so genannte Elfenbeinspecht galt lange Zeit als ausgestorben. 2004 wurde dann ein Vogel, der der alten Spezies sehr ähnelte, im Cache-River-Naturschutzgebiet in Arkansas auf Video festgehalten. Die Aufnahmen waren allerdings so verschwommen, dass eine endgültige Identifikation unmöglich war.

Das Automated Collaborative Observatory for Natural Environments", kurz ACONE soll nun die Frage klären, ob dort möglicherweise noch Elfenbeinspechte leben. Das Gerät besitzt zwei Kameras, die ständig einen Bereich des Himmels in einer Breite von 90 bis 270 Metern scannen. Die Kameras sitzen zusammen mit einem kleinen Computer auf einem Strommast, der mitten in einem sumpfigen Flussarm steht. Bei der Beobachtung des Himmels nehmen die Kameras jeweils elf Bilder pro Sekunde auf. Diese Bilder werden dann in einem Pufferspeicher zwischengelagert. Eine Software analysiert dann jedes Bild und sucht jene heraus, auf denen sich Objekte befinden, deren Geschwindigkeit und Größe denen des Elfenbeinspechts ähneln. Wird ein Vogel erkannt, speichert das System die sieben vorhergehenden und sieben folgenden Einzelbilder auf seiner Festplatte. Jedes Bild hat eine Auflösung von 1600 × 1200 Pixel. Um Speicherplatz zu sparen, werden nichtrelevante Bilder automatisch gelöscht.

Mehr dazu in Technology Review online und Telepolis:

(wst)