Ausrüster für die Chipfertigung melden Rekordaufträge
Im Juni erreichten die Umsätze und Aufträge der Zulieferindustrie für die Halbleiterfertigung ein Rekordniveau, meldet das Wall Street Journal. Vor allem in China, aber auch Nordamerika und Taiwan wird massiv investiert.
Anlagen für die Fertigung von Mikrochips im Gesamtwert von 3,99 Milliarden US-Dollar wurden im Juni 2006 verkauft. Das entspricht einem Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit der größten Steigerung in den vergangenen 21 Monaten, meldet das Wall Street Journal unter Berufung auf die japanische Semiconductor Equipment Association.
Die Anbieter von Ausrüstung für die Chipproduktion, darunter beispielsweise Applied Materials, Tokyo Electron und Advantest melden für den Monat Juni außerdem einen Anstieg der Auftragseingänge um 90 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
Der anhaltend wachsende Bedarf für Chips, die in Produkten wie Handys, LCD-TVs und digitalen Musikspielern benötigt werden, treiben die Chiphersteller zu Investitionen in ihre Fertigungskapazitäten an. Toshiba und SanDisk wollen 3,5 Milliarden Euro in die NAND-Flash-Produktion investieren und haben erst kürzlich den Baubeginn einer Fabrik in Japan bekannt gegeben.
Die größten japanischen Halbleiterhersteller hatten im Mai angekündigt, während des laufenden Geschäftsjahres bis Ende März 2007 insgesamt 7 Milliarden Euro in neue Anlagen zu investieren. Bereits im März kündigte das Joint Venture IM Flash Memory Technologies der US-Hersteller Intel und Micron an, die NAND-Flash-Fertigung massiv ausbauen zu wollen. (map)